Der Wald soll leerer und die Munition bleifrei werden
Im vergangenen Winter wurden in Graubünden 11'670 Hirsche gezählt. Das sind rund 2000 weniger als im Vorjahr. Dennoch wird eine weitere Reduzierung in Gebieten, welche grosse Wald-Wild-Konflikte haben, als nötig angesehen. Denn es gibt immer mehr Schalenwild. Darum soll auch dieses Jahr der Bestand weiter reduziert werden. Wie der Kanton nun mitteilt, wird dafür der Jagddruck erhöht und Wildschutzgebiete ganz oder teilweise geöffnet. Dadurch solle die Hochjagdstrecke gesteigert werden.
Wald-Wild-Konflikte:
Unter Wald-Wild-Konflikt sind Schäden gemeint, die beispielsweise für die forstliche Produktion, die Pflanzenvielfalt oder das Co2-Speichervermögen eines Waldes gravierend sind. Diese Schäden können vom Wild durch Verbeißen, Schälen oder Fegen entstehen.
Mehr Schwerpunktbejagungen bei Schalenwild
Hirsche und Rehe vermehren sich laut Kanton zu stark. Der Bestand muss daher reguliert werden, wie es weiter heisst. Dafür werden weibliche Tiere abgeschossen. Beim Hirschwild liege der Abschussplan bei 5560 Hirschen. Ebenfalls um die Bestände zu verkleinern, finden neu in den Regionen Domleschg und Surses Schwerpunktbejagungen statt. Darunter versteht man eine gezielte Senkung der Wildbestände auf Flächen, die von vielen Wildschäden betroffen oder dafür anfällig sind.
Beim Rehwild gibt es noch kein genauer Abschussplan. Jedoch hat der Kanton Graubünden entschieden, dass das Departement für Infrastruktur, Energie und Mobilität (DIEM) neu die Anzahl Abschüsse für die Jagd im November und Dezember je nach Wildschadensituation erhöhen und anpasssen kann.