Der Bund spricht ein Feuerverbot für Graubünden aus
Das Bundesamt für Umwelt hat in Graubünden ein Feuerverbot im Freien verhängt. Es bestehe eine der Jahreszeit entsprechende Waldbrandgefahr, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. Die trockene Witterung der vergangenen Tage sowie die dürre Wintervegetation erhöhten vor allem an süd- und südwestexponierten Lagen die Entzündbarkeit.
In den höheren Lagen liege teilweise noch viel Schnee, in diesen Regionen sei die Waldbrandgefahr deshalb noch gering. In den tieferen Lagen werde die Vegetation in den kommenden Tagen rasch austreiben und ihrerseits die Entzündbarkeit und damit die Feuergefahr verringern.
Erst am Sonntag ist es Graubünden zu einem Brand gekommen:
Bereits Ende März hatte die Bündner Regierung ein vorsorgliches Feuerverbot auf dem ganzen Kantonsgebiet erlassen. Das Coronavirus beschäftige Polizei, Zivilschutz, Feuerwehr und Militär schon genug. In der aktuellen Lage sei zum Beispiel bei einem Brand nicht davon auszugehen, über genügend Helikopterpiloten und Einsatzkräfte von der Armee sowie vom Zivilschutz verfügen zu können, liess die Regierung damals mitteilen. Zudem müsse man davon ausgehen, dass die Feuerwehren personell ebenfalls geschwächt würden, so die Regierung. Deshalb seien diese mit ihren Alltagseinsätzen bereits genug ausgelastet.
Ab Mittwoch: Feuerverbot in ganz Graubünden
(so/sda)