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Ab Mittwoch: Feuerverbot in ganz Graubünden

Die Bündner Regierung hat ab morgen Mittwoch ein vorsorgliches Feuerverbot auf dem ganzen Kantonsgebiet erlassen. Der Grund: Das Coronavirus, das Polizei, Zivilschutz, Feuerwehr und Militär schon genug beschäftigt.

Agentur
sda
Dienstag, 24. März 2020, 14:46 Uhr Wegen Coronavirus
Burg
Ab Mittwoch darf im Wald nicht mehr gebrätelt werden.
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Aufgrund der Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus würden die unterstützenden Organisationen in den nächsten Tagen und Wochen an ihre Kapazitätsgrenzen stossen, teilte die Regierung in Chur am Dienstag mit. Das Feuerverbot gilt bis auf Widerruf. Davon ausgenommen ist der Siedlungsraum, sofern ein Abstand zum Wald von 50 Metern besteht.

Es sei die Aufgabe der Einsatzorganisationen, neben dem Corona-Ereignis Massnahmen zur Sicherung der normalen Lage zu treffen, schrieb die Regierung. Bei der Risikobeurteilung der Feuerwehr steht ein grösserer Waldbrand im Brennpunkt.

Nicht genügend Helikopterpiloten

In der aktuellen Lage sei bei einem Brand nicht davon auszugehen, über genügend Helikopterpiloten und Einsatzkräfte von der Armee sowie vom Zivilschutz verfügen zu können. Es müsse zudem davon ausgegangen werden, dass die Feuerwehren personell ebenfalls geschwächt würden, weshalb sie mit den Alltagseinsätzen in ihren Einsatzgebieten mehr als nur ausgelastet seien.

Nach Beurteilung der Feuerwehr müsse deshalb das Risiko minimiert werden. Dies könne nur mit einem ausserordentlichen, prophylaktischen Feuerverbot über das ganze Kantonsgebiet erreicht werden. (sda)

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