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Leben und Freizeit

Das neue Zentrum sprüht vor Leben

In Oberurnen ist der Neubau des Heilpädagogischen Zentrums Glarnerland (HPZ) am Wochenende gebührend gefeiert worden – offiziell am Freitag und mit der Bevölkerung am Tag der offenen Türe am Samstag.
25.09.2017, 04:30 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Glücksbesen, liebevoll bemalt von den Schulkindern, hängen im ganzen Haus. Farbige Wimpel zieren die Gänge, gebastelte Papiervögel und bunte Zeichnungen strahlen Lebensfreude aus. Diese hat im seit Mai bezogenen neuen Schulhaus und Internat sichtbar Einzug gehalten. Mit lachenden Gesichtern, Liedern und einem Konzert der Rägebogeband feiern Gross und Klein nun den Tag der offenen Tür.

Ein Rundgang durch Schulräume und Wohngruppe gehört für die interessierten Besucherinnen und Besucher dazu, die Kinder zieht es in die Bastel- oder Schmink-Ecke, zum Gartenspielplatz oder an den Glacéstand.

Symbolische Hausübergabe

«Mich interessiert besonders die behindertengerechte Bauweise und Einrichtung», sagte Ständerat Werner Hösli, als er sich mit Nationalrat Martin Landolt, den drei Gemeindepräsidenten, zahlreichen Landräten und geladenen Gästen schon einen Tag zuvor ebenfalls genau umsah. Auf über 1000 Leute schätzte Jakob Trümpi, der Präsident der Glarner Gemeinnützigen (GG), am Samstagnachmittag die gesamte Anzahl an Besuchern.

«Seit dem ersten Vorstoss 2009 und dem Spatenstich 2015 mussten jede Menge Herausforderungen gelöst werden», berichtet Baukommissionspräsidentin Christina Oswald in ihrer Rückschau auf die Realisierung des 15-Millionen-Projektes.

Das neue Logo in Lebensgrösse möge künftig gut sichtbar vor dem Haus seinen Platz finden, wünscht GG-Präsident Trümpi. Mit Oswald überreicht er Gesamtleiterin Nicola Suter eine von drei Figuren als Zeichen der offiziellen Hausübergabe.

Ein Haus, das Kinder schützt

«Wir haben uns schon sehr gut eingelebt», erklärt die Schulleiterin. Die Sonderschule, die für 50 Kinder geplant war, besuchen heute 61 Glarner Kinder. 82 Angestellte inklusive Teilzeitbeschäftigten arbeiten im HPZ.

«Komm, bau ein Haus, das uns beschützt!», hatten sich die Kinder von Architektin Judith Gessler vor der Grundsteinlegung gewünscht. «In diesem Haus kann nun Sonderpädagogik auf hohem Niveau für Menschen geboten werden, die mehr Hürden als andere im Leben zu meisten haben», fügt Bildungsdirektor Benjamin Mühlemann in seiner Rede hinzu.

Die Übernahme des ehemaligen Sonderschulgebäudes durch Glarus Nord, das heute als Schulhaus Rauti 2 für Tagesstrukturen, Kindergarten und Logopädie genutzt wird, sei für alle eine Win-win-Situation, sagt Gemeindepräsident Martin Laupper. Dem neuen HPZ wünscht auch er gutes Gedeihen.

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