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Leben & Freizeit

Das alte Jahr verabschiedet sich mit einem Traumweekend

Martin Meier
30.12.2019, 04:30 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Gestern früh im Wunderland Glarnerland: Die glasklare Nacht hat im Tal das Wiesland raugereift. Der Winter lässt am Fensterglas die Eisblumen blühen. Bis die Sonne auftaucht – in Linthal hinter dem Hausstock. Was für ein Eintauchen in das wärmende Strahlenmeer. Auf einmal scheint's, als ob die Schneeglöckchen zu spriessen und die Vögel zu zwitschern anfangen. Was fröhlich vor sich hin pfeift, ist ein Skilehrer. «Das wird ein Hammertag.» Was frei wie ein Vogel im Wind fliegt, sind die Gleitschirmflieger.

Ein Hammer sind die Tausendschaften von Wintersportlern, die mit dem Stadler-Flirt aus der Rosenstadt Rapperswil oder der S25 aus der Millionen-Metropole Zürich anreisen. Oder mit dem eigenen Auto ankurven: 800 Parkplätze zählt die Braunwaldbahn-Talstation. Viel zu wenig. Die Blechkarossen säumen die Strassenränder bis über den Endbahnhof hinaus – und bis hinauf zur Hauptstrasse.

Dragan Lakic zückt freudestrahlend sein Handy und zeigt auf seine Fotos. Seit über dreissig Jahren arbeitet er bei der Braunwaldbahn. «Aber so etwas sieht man selten. Autos, wohin das Auge reicht.»

2400 Personen hat die Standseilbahn schon am Samstag auf die Sonnenterrasse gefahren. Noch mehr am Sonntag. Hinzu kommen noch all die Gäste, welche für warme Betten sorgen. Braunwald hat Full House. Unter dem blauen Himmel dominiert das Weiss. Der Pistenspass reicht bis ins Dorf hinunter. Geschwärmt wird über das Fahrvergnügen im Bächital.

Mit dem Schneesport noch zuwarten muss man im Skigebiet Schilt. Die Schlittelbahn auf dem Kerenzerberg ist bis zur Mittelstation offen.

Nationalrat meldet «Pulver gut»

Volle Parkfelder dafür auch im Sernftal: «Elm – Pulver gut», schreibt auf Facebook BDP-Nationalrat Martin Landolt. «Der Schnee ist zur rechten Zeit gekommen», freut sich Sportbahnen-Direktor Bruno Landolt. «Wir haben die Herausforderung gemeistert, die vielen Gäste abends ins Tal zu bringen. Mit einer Förderleistung von 1600 Personen pro Stunde.»

Ob es ein Rekordwochenende wird, kann Landolt allerdings (noch) nicht sagen: «Das kann ich erst, wenn ich das Geld gezählt habe.»

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