Begleiterin oder Begleiter gefällig?
In den vergangenen Jahren hätten sie immer wieder Anfragen von Hotels erhalten, die Begleitung für ihre Gäste suchten, sagt Juan*, Geschäftsführer von «Sensuallounge Luxury Escort» gegenüber «suedostschweiz.ch».
Die Anfragen seien aber oftmals zu kurzfristig eingetroffen, da die Firma von Zürich aus vermittelt. «Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, uns in diesem Jahr während des WEFs in Davos zu stationieren», so Juan. Dieser neue Service wird den Hotels entsprechend via Mail mitgeteilt.
Buchung kann aufs Zimmer geschrieben werden
Die Zusammenarbeit mit den Hotels sei gut, betont Juan. In der Regel bestelle der Gast seine gewünschten Dienste direkt an der Hotel-Reception, die wiederum mit dem Escort-Dienst in Kontakt steht. «Das funktioniert alles einfach und diskret», so Juan. Die Abbuchung erfolge in der Regel ebenfalls via Hotelrechnung.
Die angebotenen Frauen und Männer würden sich nach erfolgter Buchung individuell auf den Gast vorbereiten. Dies dauere dann zwischen zwei bis drei Stunden. «Unsere Girls und Boys warten nicht fixfertig parat auf dem Stengelchen bis sie gebucht werden.» Man wolle den Kundenbedürfnissen gerecht werden und sich wie gewünscht «zurechtmachen».
WEF-Kunden sind nicht (nur) auf Sex aus
«Sensuallounge Luxury Escort» bietet Dienste im Bereich Escort, also Begleitung und Betreuung an – «das kann aber selbstverständlich bis ins Hotelzimmer gehen.» Bei den WEF-Kunden stünden aber nicht unbedingt für sexuelle Dienste im Vordergrund. Diese würden nur einen kleinen Teil der Buchungszeiten ausmachen.
«Die Gäste brauchen einfach am Abend ein bisschen Abwechslung. Eine nette Begleitung und Betreuung. Sie wollen vom Alltag abschalten und sich wieder auf den anstrengen nächsten Tag vorbereiten», so Juan über die Bedürfnisse der WEF-Kunden. Bei einigen Buchungen würden der Gast und Escort-Anbieter gar nicht intim werden.
Keine günstige Angelegenheit
Aus Diskretionsgründen dürfe er keine Angaben zu Personen, deren Herkunft oder Status machen. «Aber Sie wissen ja, wer jeweils am WEF ist und was ein Ticket kostet.» Das Escort-Geschäft laufe gut in dieser Zeit, weshalb immer mehr Anbieter auf diesen Zug aufspringen.
Da die Escort-Anbietenden von «Sensuallounge Luxury Escort» direkt ab Davos verfügbar sind, entfallen die Reisekosten und es wird dafür ein «WEF-Zuschlag» von zehn Prozent verrechnet. Bei einer Mindestbuchung von zwei Stunden bezahlt der Gast rund 1000 Franken für zwei Stunden, jede weitere wird mit rund 300 Franken berechnet.
*Vollständiger Name der Redaktion bekannt.