Aufgepasst: In Feldis ist das Trinkwasser verunreinigt
Es ist nicht das erste Mal, dass Feldis diese Meldung liest. Das Trinkwasser ist momentan nur abgekocht geniessbar. Nach den starken Niederschlägen der letzten Tage wurde das Trinkwasser vorschriftsgemäss mikrobiologisch untersucht. Das Untersuchungsergebnis zeigt, dass Verunreinigungen in das Trinkwasser gelangt sind. Dies schreibt die Gemeinde Domleschg am Donnerstag in einer Mitteilung an die Bevölkerung.
Betroffen sind die Quellfassungen von Feldis und Trans. Die Fraktion Tomils wird mit Wasser aus den Fassungen von Feldis und Trans versorgt. «Momentan gehen wir davon aus, dass durch die starken Niederschläge Verunreinigungen in die Trinkwasserversorgung eingeschwemmt wurden», schreibt Stefan Collet, Leiter des Bauamts der Gemeinde Domleschg, auf Anfrage.
Escherichia coli
«Das Abkochen garantiert das Abtöten allfälliger Krankheitserreger», heisst es in der Mitteilung. Im Trinkwasser seien laut Collet Escherichia-coli-Keime sowie Enterokokken festgestellt worden. «Wichtig ist es, die Verhaltensregeln gemäss verteiltem Flugblatt zu beachten und das Wasser abzukochen.»
Escherichia-coli-Bakterien sind Kolibakterien/ Darmbakterien, die sich mit Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen oder leichtem Fieber bemerkbar machen können. Die Symptome sind oft nur von kurzer Dauer.
Enterokokken kommen ebenfalls in der Darmflora vor. Sie spielen eine wichtige Rolle im Verdauungssystem. Im Trinkwasser können sie als Indikator für eine fäkale Verunreinigung sein. Unter anderem können sie zu Harnwegsinfektionen führen.
Bereits im Dezember ohne Trinkwasser
Auch im Dezember 2018 erhielt Feldis eine Meldung von verunreinigtem Trinkwasser. Es gebe jedoch keinen Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen, heisst es von Seiten der Gemeinde.
Das Feldiser Trinkwasser ist wieder sauber
Wie lange die Situation mit dem Trinkwasser noch anhält, sei laut Collet schwierig vorauszusagen. «Wir hoffen, dass wir Mitte der Woche Entwarnung geben können und das Trinkwasser wieder bedenkenlos konsumiert werden kann.»
Regelmässige Kontrolle
Die Qualität des Trinkwassers zu kontrollieren sei die Verpflichtung sämtlicher Betreiber von Trinkwasserversorgungen. Das Wasser werde mikrobiologisch sowie physikalisch-chemisch untersucht, so Collet. «Die Häufigkeit und Periodizität der Untersuchungen ist abhängig von der Anzahl versorgter Einwohner. Zum Schutz der Bevölkerung ist es wichtig, diese Untersuchungen in kritischen Zeitpunkten vorzunehmen, beispielsweise während und nach starken Niederschlägen.»
Der Frage, wie es allgemein um die Grundwasserqualität in Graubünden steht, ist Chris Strauch von Radio Südostschweiz nachgegangen. Remo Fehr vom Amt für Natur und Umwelt erklärt, wie die aktuelle Situation im Kanton aussieht: