Am Samstag gehört der Klausen tagsüber den Radlern
Am Samstag dröhnen für einmal keine motorisierten Fahrzeuge über den Klausen. Zumindest zwischen 9 und 16 Uhr nicht. Denn dann gehört der beliebte Ausflugspass dem Langsamverkehr.
«Ride the Alps» heisst die Reihe von Radsportveranstaltungen, die im Sommerhalbjahr auf Schweizer Bergstrassen stattfinden. Die Alpenpässe sind währenddessen für den Automobilverkehr gesperrt. Dabei gibt es keine Zeitmessung der Fahrten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen vielmehr mit sportlicher Aktivität die Natur und die jeweiligen Regionen entdecken. Die Veranstaltungsreihe steht unter dem Patronat von Schweiz Tourismus und hat es sich zum Ziel gemacht, das Bild der Schweiz als «Veloland» zu verstärken und die Anziehungskraft der Berggebiete zu erhöhen.
Auf dem Veranstaltungsflyer werben die Glarner Touristiker denn auch mit diversen Attraktionen wie etwa dem Berglistüber-Wasserfall, dem Spiele- und Erlebnisweg in Linthal, mit diversen Kletterangeboten, mit Führungen durch das Pumpspeicherwerk Limmern oder Erlebnissen in der Tektonikarena Sardona. Die Urner machen dasselbe selbstverständlich auf ihrer Seite der Kantonsgrenze.
Ursprünglich von Freipass
Die erste Ausgabe von «Ride the Alps», initiiert von Schweiz Tourismus fand 2018, statt. Nun laufen fünf Veranstaltungen unter diesem Label. Sie werden vor Ort von Organisatoren und lokalen Destinationen durchgeführt. Der Klausen ist erstmals dabei. Schon fünfmal hat der Verein Freipass den Anlass organisiert, sich aber auf dieses Jahr hin zurückgezogen. Der Klausen bildet den Abschluss der Reihe, die vorher zu Gast am Susten, am Lukmanier, am Flüela und in der Waadt war.
Der Start ist an beiden Orten am Fuss des Klausens möglich: in Linthal wie auch Unterschächen, die Strecke dazwischen ist 36,7 Kilometer lang und führt auf 1948 Meter hinauf. Von Linthal aus sind das 1286 Höhenmeter, von Unterschächen beträgt der Höhenunterschied 957 Meter.
«Ride the Alps Klausen» ist kostenlos. In Linthal und in Unterschächen werden den Velofahrerinnen und Velofahrern Flyer mit Sicherheitsinformationen verteilt. Dazu gibt es einen Gutschein, der in ausgewählten Gastrobetrieben entlang der Strecke eingelöst werden kann. (red)