Offene Türen zur Bündner Kunst
In Ägypten reich geworden, hatte sich Jakob von Planta einst eine überaus prächtige Villa in Chur als Alterssitz gebaut. Dort hinein durfte vor 100 Jahren eine kleine, aber feine Sammlung von Gemälden und Skulpturen einziehen – der Beginn des Bündner Kunstmuseums. Das wird gefeiert – nicht in einem einzigen Festakt, sondern eigentlich schon das ganze Jahr.
Als bisher grösster Anlass hat am Samstag ein Tag der offenen Tür stattgefunden. Zelebriert wurde dabei nicht die Institution, sondern die Kunst – und die darf wie bei der aktuellen Ausstellung über die Jagd gerne auch provozieren. Es war ein munteres Kommen und Gehen im alten und neuen Gebäudeteil, die kostenlosen Führungen gut besucht. Festwirtschaft gab es in einem Zelt im Hof. Vor allem Familien machten gerne auch noch einen Abstecher in die Stadtbibliothek, die ebenfalls feierte, und zwar ihren Umzug an den Postplatz vor einem Jahr.