Zwei Brüder sezieren ihre Kindheit
Drew ist 35 Jahre alt, ein reicher Anwalt und Familienvater. Und dennoch gehören «cool», «echt» und «Alter» zu seinem Standardwortschatz, er scheint nicht erwachsen werden zu wollen. Vielleicht ist seine verkorkste Kindheit schuld daran – das Einzige, was er mit seinem älteren Bruder Terry teilt. Seit Jahren sehen sich die beiden möglichst selten, doch nun braucht Drew Terrys Hilfe: Eine Affäre, Kokain und Trunkenheit am Steuer haben Drew in eine psychiatrische Klinik gebracht. Um seine Frau und das Gericht milde zu stimmen, möchte Drew hier endlich «reinen Tisch» machen.
Am kommenden Donnerstag zeigt das Theater Chur im Rahmen des Festivals Höhenfeuer den Krimi und Psychothriller «In einem finsteren Haus» des amerikanischen Theater- und Drehbuchautors Neil LaBute in der Re- gie von Oliver Vorwerk. In dieser Eigenproduktion des TAK Theaters Liechtenstein sezieren die Brüder Terry (Nikolaus Schmid) und Drew (Philip Heimke) unerbittlich ihre Kindheitsgeschichte, die von Gewalt, Schweigen und Missbrauch geprägt war.
Neil LaBute gehört laut Mitteilung zu den bedeutendsten Theaterautoren der Gegenwart, seine Werke werden auf allen Kontinenten gespielt. Er ist Autor und Produzent der amerikanischen TV-Serie «Van Helsing», Autor von mehr als zwei Dutzend Theater- stücken sowie Drehbuchautor und Regisseur vieler amerikanischer Filme. Er drehte unter anderen mit Morgan Freeman, Gwyneth Paltrow, Nicolas Cage und Sigourney Weaver. Viele seiner Theaterstücke und Filme wurden mit Preisen ausgezeichnet.
«In einem finsteren Haus». Donnerstag, 31. Januar, 20 Uhr. Theater Chur. Reservation unter www.theaterchur.ch.