Unterschätzten Knochenjob über Social Media kennenlernen
Die Herausforderungen eines eigenen Restaurantbetriebs aufzeigen und die Socialmedia-Community in die Entscheidungen einbinden. Zwei Fliegen werden bei der neuen Kampagne von Gastro Graubünden mit einer Klappe geschlagen. Gastro Graubünden und auch die Gastronomen des Projekts freuen sich auf die kommende Zeit, wie sie gegenüber «suedostschweiz.ch» erzählen.
Zufällig auf Facebook
Jan Edelbauer, besser bekannt als Smüde, ist einer der zwei Junggastronomen, welche mit Hilfe von Gastro Graubünden ein Pop-up-Restaurant eröffnen werden. Er kam eher durch Zufall an dieses Projekt. «Da ich schon länger nicht mehr in der Gastronomie arbeite, habe ich die Kampagne auf Facebook fast übersehen. Dann hat mich plötzlich jemand auf dem Post markiert, der wusste, dass ich gerne etwas in der Churer Gastronomie machen würde.» Der gelernte Koch möchte bei dem Projekt aber nicht in der Küche tätig sein. «Schon länger habe ich das Interesse, eine Bar, ein Café oder ein kleines Restaurant in Chur zu eröffnen. Um ein Restaurant zu führen braucht es natürlich viele andere Skills ausser Kochen und Servieren. Die Entwicklung eines Konzepts interessiert mich sehr.»
Das Pop-up-Resti, das von Instagram kommt
Alle Facetten
Genau diese verschiedenen Skills möchte Gastro Graubünden mit dieser Kampagne vorstellen, sagt Marc Tischhauser, Geschäftsführer des Verbandes. «Es wird oft unterschätzt, was ein eigenes Restaurant überhaupt bedeutet. Es reicht eben nicht, wenn man gerne Gastgeber ist. Gerade, wenn man die rechtlichen oder hygienischen Aspekte beachtet. Dafür wollen wir mit dieser Kampagne sensibilisieren.»
Mit der Kampagne möchte der Verband ebenfalls auf das Aus- und Weiterbildungsangebot aufmerksam machen. «Wir haben den Fachkräftemangel, von dem immer alle reden. Mit unserer Schule und den verschiedenen Kursen wollen wir dagegen ankämpfen und Mitarbeitern die Möglichkeit geben, sich weiterzuentwickeln.»