Staubwolke: Es war Rohmehl
Am Mittwoch kurz vor 17 Uhr ist die Kantonspolizei Graubünden über eine starke Rauchentwicklung beim Zementwerk der Firma Holcim in Untervaz informiert worden.
Die Rauchwolke war vom Churer Rheintal bis in den Raum Tamins sichtbar. Gemäss ersten Erkenntnissen ist während Reinigungsarbeiten Rohmehl aus dem Wärmetauscherturm der Firma entwichen. Dies hat laut einer Mitteilung der Kantonspolizei Graubünden vom Donnerstag zu einem sofortigen Produktionsstopp geführt.
Das heisse heraustretende Rohmehl habe bei einem Schmierfettfass einen kleinen Brand ausgelöst. Diesen konnten die Feuerwehren Calanda und Landquart rasch löschen. Insgesamt waren 35 Personen im Einsatz. Alle Mitarbeitenden der Firma blieben unversehrt.
Die Arbeit vor Ort wurde von einem Spezialisten des Amtes für Natur und Umwelt unterstützt, wie Remo Fehr, Leiter des Amts für Natur und Umwelt bestätigt. Das Ereignis habe aber keine relevante Auswirkung auf die Natur, so Fehr. «Diese Staubwolke bestand vor allem aus Steinmehl. Das ist ein natürliches Material». Darum bestehe weder für die Bevölkerung noch für die Natur eine Gefahr. Ausserdem kam es beim Brand kam es zum Austritt von Schmierfett. «Es sind auch keine Rückstände von Schmierfett in den Boden oder das Grundwasser gelangt», so Fehr. (hai)