Startschuss zu den Bauarbeiten für das 42-Millionen-Projekt in Bondo ist gefallen
Vier Jahre ist es her, seitdem ein tragischer Bergsturz und Murgänge aus der Val Bondasca das Leben im Bergell veränderten. Am 23. August 2017 donnerten oberhalb des idyllischen Bergdorfs Bondo über 3 Millionen Kubikmeter Felsmaterial vom Piz Cengalo ins Tal – das ist etwa das Volumen von 3000 Einfamilienhäusern. Um die Region langfristig vor ähnlichen Gefahren zu schützen und die Fraktionen Bondo, Spino, Sottoponte und Promontogno wieder zu verbinden, haben nun die Arbeiten am Infrastrukturprojekt «Bondo II» begonnen, wie die Gemeinde Bregaglia mitteilt. Unter dem Motto «insieme/gemeinsam» feierte die Gemeinde am Samstag unter anderem mit dem Bündner Regierungspräsidenten Mario Cavigelli den Spatenstich des Projekts.
«Bondo II» ist ein neues Schutzprojekt gegen Hochwasser und Murgänge, das 42 Millionen Franken kosten wird. In den kommenden viereinhalb Jahren würden Schutzdämme gebaut, neue Brücken und Strassen erstellt und eine Hochspannungsleitung in den Boden verlegt, heisst es in der Mitteilung.
Das beinhaltet das Projekt
Bei dem Hochwasserschutzprojekt werden die Flüsse Bondasca und Maira mit Schutzdämmen verbaut, Hochwasserschutzmauern erstellt und die Flusssohle gesichert. Die Brücken der Maloja- und der Promontognostrasse werden laut Mitteilung erhöht und der zerstörte «Punt» zwischen Promontogno und Bondo wird durch eine neue, höher liegende Brücke ersetzt. Zudem wird eine neue Bushaltestelle für Bondo und eine sichere Fussgängerverbindung zwischen Bondo und Spino/Sottoponte realisiert und eine Starkstromleitung unter den Boden verlegt. «Alle baulichen Massnahmen werden mit grosser Sorgfalt in die Landschaft und die Ortsbilder der Umgebung eingepasst», heisst es.
Die ehemalige Gemeindepräsidentin von Bregaglia, Anna Giacometti, zur Bedeutung des Vorhabens: