Gotthard-Gitarrist Leo Leoni ist jetzt ein Glarner Polizist
Auf dem Landsgemeindeplatz in Glarus steht er Ende August mit der Rockband Gotthard noch vor 6500 Fans. Jetzt aber sitzt er: bei der Kantonspolizei Glarus. Gitarrist Leo Leoni, verhaftet? Entwarnung! Doch alles der Reihe nach.
«Am Anfang stand die Idee, einfach einmal all den Menschen Danke zu sagen, die für uns da sind. Den Polizisten, Feuerwehrleuten und Rettungskräften, die immer bereit sind, auf einen Alarm zu reagieren», sagt Leoni.
Ich hatte Angst, dass ich mir vielleicht noch die Haare schneiden muss.»
Leo Leoni, Mister Gotthard
Entstanden ist so der Song «Mayday», mitsamt dem dazugehörenden Video, dass Leoni nicht in Sträflingskleidung zeigt, sondern in der Uniform der Kantonspolizei Glarus. Dass er einmal eine solche tragen würde, hätte er nie gedacht, sagt Leoni. «Im Vorfeld der Dreharbeiten hatte ich aber Angst, dass ich mir vielleicht noch die Haare schneiden muss.» Gedreht wurde im Polizeistützpunkt Biäsche. Das Kommando und die involvierten Beamten hätten sofort zugesagt, sagt Leoni.
Mit der Feuerwehr ging es ins Klöntal
Im zweiminütigen Musikvideo erhielt aber nicht nur die Glarner Polizei eine Hauptrolle, sondern auch die Glarner Feuerwehr. Mit ihr raste Leoni hinein ins Klöntal. «Mit Blaulicht», sagt Mister Gotthard. «Für mich ein grossartiges Erlebnis.» Überhaupt sei Glarus ein schöner Kanton mit tollen Menschen, schwärmt Leoni. «Durch unsere Geigerin Barbara Kubli, eine Glarnerin, durfte ich viele Leute kennenlernen. Die Konzerte, welche wir in Glarus spielen durften, waren immer grossartig. Ich glaube, die Glarnerinnen und Glarner haben Gotthard gern», sagt Leoni. Dies beruhe auf Gegenseitigkeit. Das alles war mit ein Grund, warum nebst in den Kantonen Tessin, Wallis und Graubünden eben auch im Kanton Glarus gedreht wurde. Nicht einfach so nebenbei, vor oder nach Sound of Glarus. «Für die Dreharbeiten bin ich extra noch einmal aus dem Tessin nach Glarus gereist», betont Leoni.