Das Regierungskonzert mit Gotthard in Glarus knackt alle Rekorde
Es ist Sonntag, Mittagszeit im Restaurant «Leutschenbach» in Zürich Oerlikon, unweit des Fernsehens. Ehrfürchtig, fast schüchtern, kommt er angeschlichen, der Kellner, und flüstert: «Von irgendwoher kenne ich die – die fünf Rocker, die hier sind.» Und der angesprochene Gast meint: «Das sind doch Gotthard.» Die Augen des Kellers leuchten: «Ja? Wahnsinn, dass die da sind. Was für eine Ehre.»
Da sind Gotthard wegen Glarus. Am Mittwoch findet im Rahmen des Sound of Glarus auf dem Landsgemeindeplatz das Regierungskonzert statt mit dem Symphonieorchester Tifico.
Leo Leoni liebt das Glarnerland
In Oerlikon ist die Rockband zur Hauptprobe: Nic Maeder (Sänger), Marc Lynn (Bass), Flavio Mezzodi (Drums), Freddy Scherer und – Leo Leoni (Guitars). Die Wurzel der Rockband, wie Beni Thurnheer den Tessiner einmal in «Benissimo» bezeichnete. Leoni, der das Glarnerland liebt: «Nicht nur wegen der hohen Berge, die Schutz bieten.»
Dort, wo üblicherweise das Salatbuffet angerichtet wird, sitzen jetzt 50 Streicherinnen und Streicher – in der Mensa der Kantonsschule Zürich Nord. Daneben steht die Rockband. Dann wird angespielt und angesungen: Ein Hit jagt den andern: «Zeig mir den Weg zu deinem Herzen». Durch Mark und Bein geht «Heaven». Einfach nur Gänsehautfeeling.
Christof Brunner führt mit dem Dirigentenstab die Violinen, Bratschen, Cellos und Harfen mit den Instrumenten der erfolgreichen Schweizer Rockband zusammen. «Wie kein anderer», schwärmt Leo Leoni. «Vor Brunner gibts nur noch Dirigenten wie Maestro Riccardo Muti», lobt Leoni. In der Klasse von Muti, der schon mehrmals, letztmals vor 50 Millionen Fernsehzuschauerinnen und -zuschauern, das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker dirigierte.