«Sie braucht keinen Schutzstatus» – Es gibt Widerstand gegen die Blaue Post in Chur
Peter Tarnutzer aus Trin hat einst in der Blauen Post, damals bei der Swisscom als Arbeitgeberin, gearbeitet. Er kennt dieses Gebäude und meint: «Ich finde, die Blaue Post muss nicht geschützt werden.» Deshalb hat er als Präsident des Vereins für Raumentwicklung Kultur und Landschaft eine neue Petition lanciert, die seit Montagmorgen einsehbar ist. Dieses Gebäude sei ein krasser Stilbruch neben der alten Post als Sandsteingebäude. «Aus unserer Sicht ist das eine Bausünde aus den 70er-Jahren.»
Sicher ist: 708 Personen haben eine Petition bereits unterzeichnet, wie wir vor einer Woche berichtet haben. Diese Zahl möchte Tarnutzer mit seiner Petition nun überschreiten.
«Heimatschutz hat mit Heimat zu tun»
Tarnutzer möchte nämlich, dass sich der Heimatschutz um Gebäude kümmere, die Hunderte Jahre alt seien und es mehr verdient hätten – zum Beispiel um verfallene Maiensässe: «Heimatschutz heisst für mich Heimat. Das identifiziere ich nicht mit dem neuzeitlichen Swisscomgebäude. Heimat verbinde ich mit Vorfahren, die vor Hunderten Jahren gelebt haben.» Solche Bauwerke sollten gemäss dem Petitionär eher unter Schutz gestellt werden.
Dafür oder dagegen: Braucht die Blaue Post in Chur einen Schutzstatus?
Gestaltet Eure Gemeinde mit der Petitionsplattform Petitio mit
Die «Südostschweiz» bietet mit suedostschweiz.ch/petitio die schweizweite Petitionsplattform in die Region an. Die Seite ermöglicht es Einwohnerinnen und Einwohnern, Anliegen aus ihrer Gemeinde publik zu machen.
So einfach könnt Ihr mit suedostschweiz.ch/petitio Eure Gemeinde mitgestalten:
1. Petition starten: Jede und jeder kann eine Petition für seine Region starten, ohne Teil einer Organisation sein zu müssen. Ihr braucht dazu nur eine gültige Natelnummer, damit Ihre Identität geprüft werden kann.
2. Unterstützer sammeln: Wenn Ihr Eure erstellt habt, teilt Ihr sie mit anderen, um Eurem Anliegen Gehör zu verschaffen. Jede Petition kann während 30 Tagen unterstützt werden. Die Anzahl der erforderlichen Unterstützer hängt von der Grösse der jeweiligen Gemeinde ab.
3. Brief an Verantwortliche: Sobald Eure Petition die benötigte Anzahl Unterstützer für die jeweilige Gemeinde erreicht hat, starten wir den offiziellen Prozess und schicken eine Nachricht an die Verantwortlichen bei der Gemeinde.