Jäger schiesst Rehe vom Trottoir aus
Passanten und Bewohner rund um die Planaterrastrasse haben am letzten Sonntag ihren Augen und Ohren kaum getraut. Gemäss einem Augenzeugen hat ein Jäger vom Trottoir der Strasse aus mehrfach in die Rebberge geschossen und zwei Rehe getötet. Anita Senti, Mediensprecherin der Kantonspolizei Graubünden, bestätigte diese Geschichte auf Anfrage. «Am Sonntagabend kurz nach sieben Uhr ist bei uns die Meldung eingegangen, dass Rehe im Rebberg oberhalb der Planaterrastrasse geschossen werden.» Die Stadtpolizei und die Wildhut seien ausgerückt und hätten den Jäger immer noch vor Ort angetroffen. Die Kantonspolizei Graubünden hat gemäss Senti die Ermittlungen zu diesem Vorfall aufgenommen. «Es besteht der Verdacht auf Widerhandlung gegen das Jagdgesetz.»
Gegenstand der Ermittlungen ist nun laut Senti, ob dieser Jäger weidmännisch gejagt und die Sicherheit gewährleistet hat. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang der Artikel 17 im Jagdgesetz, in dem es heisst, dass die Jagd nicht ausgeübt werden darf, wenn Mensch oder Dritteigentum gefährdet ist. «Das Ergebnis der Untersuchungen rapportieren wir der Bündner Staatsanwaltschaft, die entscheidet, ob es sich um eine Widerhandlung handelt.»