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Wenn die Schweiz heult: Der jährliche Sirenentest findet heute Mittwoch statt

Am 4. Februar heulen in der ganzen Schweiz die Sirenen zum jährlichen Test. Was laut klingt, dient der Sicherheit: Die Bevölkerung lernt die verschiedenen Alarmsignale kennen.

Nicole
Nett
03.02.26 - 16:00 Uhr
Graubünden
Nicht erschrecken: Am Mittwoch heulen die Sirenen zum alljährlichen Sirenentest.
Bild: Archiv

Am Mittwoch, 4. Februar 2026, wird es laut: Um Punkt 13.30 Uhr heulen in der ganzen Schweiz die Sirenen zum jährlichen Test. Was bei manchen kurz den Puls erhöht oder Erinnerungen an Katastrophenfilme weckt, ist in Wirklichkeit ein routinierter Sicherheitscheck mit wichtigem Zweck: Die Sirenentests stellen sicher, dass die Alarmanlagen funktionieren – und dass die Bevölkerung die Signale kennt, bevor es ernst wird. 383 Sirenen gibt es übrigens in Graubünden, 34 in Glarus.

Alarm-Alarm: Zuerst Allgemein, dann Wasser

Den Auftakt macht der Allgemeine Alarm um 13.30 Uhr. Ausgelöst wird er in Graubünden zentral über die Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei in Chur, wie es in einer Mitteilung des Kantons heisst. Das Signal ist ein regelmässig auf- und absteigender Ton von einer Minute Dauer, der innerhalb von fünf Minuten wiederholt wird. Um 13.45 Uhr ertönen sämtliche Sirenen nochmals. Ausgelöst wird das Signal dieses Mal von Hand durch die Gemeinden vor Ort. Wichtig zu wissen: Es besteht keinerlei Handlungsbedarf.

Ihr wisst nicht, wie der allgemeine Alarm klingt? Wir haben eine Hörprobe für euch:

Am Nachmittag folgt der Wasseralarm, allerdings nur in Gebieten unterhalb von Stauanlagen. Um 14.15 und 15 Uhr ertönt dort ein tiefer, regelmässig unterbrochener Ton von sechs Minuten Dauer. Auch hier gilt beim Test: keine Massnahmen nötig. Die zugehörigen Fluchtpläne für den Ernstfall sind bei den betroffenen Gemeinden einsehbar – ein Blick darauf kann dennoch nicht schaden.

Und so klingt der Wasseralarm:

Tipps für Frauchen und Herrchen

Damit eure Fellnase nicht jedes Jahr zum Sirenenalarm aufschreckt, kann es hilfreich sein, dem Hund oder der Katze diese Audios von Sirenentests ab und zu in verschiedenen Lautstärken vorzuspielen. So wird der Ton zur Gewohnheit und unsere pelzigen Mitbewohner verfallen weniger in Panik – oder kommen sonst auf komische Ideen:

Hilfe mit moderner Technik

Parallel zum Sirenentest verschicken die Kantone am 4. Februar eine Informationsmeldung über die Alertswiss-App, welche im Ernstfall ebenfalls informieren würde. Die App ist kostenlos für Android und iOS erhältlich.

Nützliche App: Alertswiss-Warnungen gelangen direkt auf das Smartphone und wir werden über mögliche Gefahren informiert.
Bild: Anthony Ane / Keystone

So verhaltet ihr euch im Ernstfall richtig

Wenn die Sirenen ausserhalb eines angekündigten Tests losgehen, ist Aufmerksamkeit gefragt. Der Allgemeine Alarm weist auf eine mögliche Gefährdung hin. In diesem Fall sollte man Radio hören, sich über die Alertswiss-Kanäle informieren, die Anweisungen der Behörden befolgen sowie die Nachbarschaft informieren. Ertönt der Wasseralarm, besteht unmittelbare Gefahr: Das gefährdete Gebiet ist sofort zu verlassen.

Nicole Nett ist Redaktorin und Chefin vom Dienst für das Newsportal «suedostschweiz.ch». Die gelernte Kauffrau hat Multimedia Production studiert und lebt in der Bündner Herrschaft. Sie arbeitet seit 2017 für die Medienfamilie Südostschweiz. Mehr Infos

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