Engadinerstrasse zwischen Scuol und Ardez für drei Wochen gesperrt
Am Mittag des 23. Dezembers stürzten rund 500 Kubikmeter Felsgestein auf die Engadinerstrasse zwischen Scuol und Ardez. Aus 20 Metern löste sich der Fels und stürzte auf die Strasse. Diese wurde auf einer Länge von 30 Metern verschüttet. Die bestehenden Steinschlagbarrieren und Holzpalisadenwände wurden durch das Gestein beschädigt. Das Ereignis hat sich einige Minuten vorher durch einzelne herabfallende Steine angekündigt. «suedostschweiz.ch» berichtete:
Erdrutsch zwischen Scuol und Ardez
Momentan könne nicht beurteilt werden, ob die Strasse beschädigt sei, schreibt das Tiefbauamt am Freitag, vier Tage nach dem Felssturz, in einer Mitteilung. Aus Sicherheitsgründen und wegen den Räumungsarbeiten bleibt die Strecke der Engadinerstrasse zwischen Ardez und Scuol rund drei Wochen für den gesamten Verkehr gesperrt. Anschliessend sei eine Teilöffnung geplant, heisst es in der Mitteilung. Die Umleitungen sind signalisiert.
Die Abbruchstelle wurde vor Weihnachten von Geologen begutachtet und beurteilt. Lockere, in der Felswand hängende Felspakete und -blöcke sowie eine Felsnase sind akut absturzgefährdet und müssen abgetragen werden. Dies erfolgt teilweise von Hand und mit Spezialwerkzeug. Eine Felsnase muss weggesprengt werden. Die Ausbruchstelle hat sich noch nicht beruhigt. Deshalb konnte aus Sicherheitsgründen mit den Arbeiten noch nicht begonnen werden.
Voraussichtlich kann die Strasse in drei Wochen einspurig befahren werden. Für Fahrzeuge bis 18 Tonnen ist eine Umleitung über Ftan signalisiert. Schwerere Fahrzeuge können die Sperrung über die Strecke Reschenpass-Münstertal-Ofenpass umfahren, so heisst es in der Mitteilung. Auf www.strassen.gr.ch ist der aktuelle Strassenzustand ersichtlich. (nua)