Churs Zusammenschluss mit Tschiertschen-Praden kommt vors Stimmvolk
Zur langfristigen Bewältigung finanzieller und organisatorischer Herausforderungen beantragte der Gemeindevorstand von Tschiertschen-Praden eine Fusion mit der Stadt Chur. Nach umfassenden Abklärungen und der Zusicherung finanzieller Unterstützung durch den Kanton liegt nun ein detaillierter Zusammenschlussvertrag vor, wie die Stadt Chur mitteilt. Das Stimmvolk in Tschiertschen-Praden entscheidet am 14. Juni. In Chur soll am 22. September über die Fusionspläne abgestimmt werden.
Der Churer Stadtrat sei sich bewusst, dass eine dritte Fusion nach Maladers und Haldenstein trotz staatspolitischer Verantwortung möglicherweise nicht nur auf Zustimmung in der Bevölkerung stossen könnte. Er hält jedoch fest, dass die Gemeinde Tschiertschen-Praden eine gesunde Finanzsituation aufweist. Für die anstehenden Investitionen sowie zur Abfederung künftiger Betriebskosten signalisierten die beiden Fusionsparteien gegenüber dem Kanton frühzeitig, dass es für einen erfolgreichen Zusammenschluss einer substanziellen finanziellen Unterstützung seitens Kantons bedarf.
Finanzielle Unterstützung seitens Kanton
Die Bündner Regierung befürwortet und unterstützt die Fusion mit einem einmaligen Förderbeitrag von 7,25 Millionen Franken sowie einem jährlichen Minimalbetrag aus dem Gebirgs- und Schullastenausgleich von 350'000 Franken während zehn Jahren nach der Fusion.
Chur prüft Zusammenschluss mit Tschiertschen-Praden
Der Zusammenschluss würde per 1. Januar nächsten Jahres Inkrafttreten. Die Stadt Chur würde in die Rechtsverhältnisse der bisherigen Gemeinde Tschiertschen-Praden eintreten und deren Vermögen und Verbindlichkeiten inklusive gesprochener Kredite übernehmen. Die Bevölkerung von Chur würde um die rund 300 Einwohnerinnen und Einwohner von Tschiertschen-Praden wachsen. Die rund 20 Mitarbeitenden der Gemeinde Tschiertschen-Praden würden von der Stadt Chur übernommen.