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Graubünden

Ausstellen in einem Gebäude der Vergänglichkeit

Südostschweiz
27.12.2019, 17:00 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Ein Gebäude aus Eis und Schnee, in welchem Kunst ausgestellt wird: Genau das kann man momentan in Sur En bei Sent im Engadin zu bestaunen. Organisator und Künstler Daniel Cotti gibt Einblicke in das «Eishaus».

Vergänglichkeit im Vordergrund

Das Atrium besteht aus vier Räumen, in welchem Kunstwerke von den einheimischen Künstlern Daniel Cotti, Markus Buschor, Andreas Buschor und Peter Clavadetscher ausgestellt werden. «Die Idee ist, dass wir eine vergängliche Galerie schaffen», erzählt Daniel Cotti auf Anfrage. Der Künstler ist fasziniert von der Natur und den verschiedenen Elementen wie Wasser und Eis. «Für mich hat es einen stärkeren Wert, wenn man etwas baut, was nach kurzer Zeit wieder weg ist.»

Zurück zur Natur

Sur En sei der ideale Platz, um ein solches Projekt umzusetzen. «Es ist kalt und schattig dort», so Cotti. Dieses Jahr habe alles gepasst mit der Schnee- und Eisproduktion für das Atrium. Jedes Jahr sehe das Projekt aufgrund dieser Faktoren anders aus. «Wenn die Natur nicht mitmacht, kann man ein solches Projekt eigentlich vergessen.» 14 Tage investierten die Organisatoren, um das Gebäude aufzubauen. Nach Ende der Ausstellung werde das Gebäude wieder der Natur überlassen, erzählt Daniel Cotti. «Im Frühling kann das Gebäude wieder abschmelzen.»

Das Atrium ist noch bis am 29. Februar offen für Besucher. Jeweils von Mittwoch bis Samstag, von 17 bis 20 Uhr ist die Ausstellung geöffnet. Immer freitags sind einer oder mehrere Künstler vor Ort und erzählen über ihre ausgestellte Kunst. (nua)

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