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Graubünden

Äugstenhütte: Pächter und drei Helfer müssen wegen Kohlenmonoxid ins Spital

Sara Good
11.05.2023, 14:32 Uhr
gestern um 12:16 Uhr

In wenigen Tagen wäre die frisch renovierte Äugstenhütte oberhalb von Ennenda eröffnet worden. Im Zuge der letzten Vorbereitungsarbeiten ist es zu einem Unfall gekommen. Vier Personen wurden am Mittwochnachmittag verletzt. Wie der Sprecher der Kantonspolizei Glarus, Daniel Menzi, bestätigt, ist unter den Verletzten auch der neue Pächter Lukas Däster.

Was in der Hütte genau vorgefallen ist, bleibt vorerst unklar und wird jetzt von der Kantonspolizei und dem Arbeitsinspektorat untersucht. Im Inneren hat sich Kohlenmonoxid angesammelt, worauf der Hüttenwart und drei Helfer Vergiftungssymptome bis zur Bewusstlosigkeit erlitten. «Die Personen konnten untereinander Erste Hilfe leisten und den Notruf alarmieren», sagt Daniel Menzi.

Daniel Menzi, Mediensprecher der Kantonspolizei Glarus, über den Zustand der Verletzten. (Video: Rahila Lütschg)

Mit der Rega ins Spital

Alle Verletzten wurden mit der Rega ins Kantonsspital Glarus geflogen, wo sie in der Nacht zur Überwachung bleiben mussten. Wie ernst die Personen verletzt sind, konnte Daniel Menzi noch nicht sagen. «Am Mittwochabend waren aber alle ansprechbar», so Menzi. Erste Personen seien aber am Donnerstag aus dem Spital entlassen worden.

Die Äugstenhütte werde erst wieder freigegeben, wenn die Lage vom Arbeitsinspektorat abgeklärt wurde. Deshalb wird die Eröffnung der Äugstenhütte am 15. Mai verschoben, wie die Gemeinde Glarus mitteilt. Der neue Termin werde zu gegebenem Zeitpunkt kommuniziert.

Bis im Herbst 2022 wurde die Äugstenhütte renoviert. Der Betrieb ist im Besitz der Gemeinde Glarus. Über zehn Bewerbungen seien für die Hütte eingegangen, wie Gemeinderat Hansjörg Schneider im Januar sagte. Die Wahl fiel dann auf Lukas Däster und Nina Rhyner. 

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