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Graubünden

Alle reden über die Sonnenfinsternis – dabei passiert am Himmel noch viel mehr

Am 12. August richtet sich der Blick in der Schweiz auf eine aussergewöhnliche partielle Sonnenfinsternis. In derselben Nacht folgt jedoch bereits das nächste Highlight.
David Hahn
heute um 09:00 Uhr

Die partielle Sonnenfinsternis vom 12. August zählt zu den eindrücklichsten Himmelsereignissen der vergangenen Jahrzehnte in der Schweiz. Je nach Standort werden bis zu 93 Prozent der Sonne vom Mond verdeckt. Eine vergleichbare Finsternis ist hierzulande erst wieder im Jahr 2075 zu erwarten. Doch das Himmelsspektakel endet nicht mit dem Sonnenuntergang: Nach Einbruch der Dunkelheit erreichen die Perseiden ihren Höhepunkt und sorgen unter idealen Bedingungen für bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde.

Sonnenfinsternis 2026: Wann und wo sie beobachtet werden kann

Die partielle Sonnenfinsternis beginnt in der Schweiz am 12. August ab etwa 19.24 Uhr in der Bodenseeregion. Ihren Höhepunkt erreicht sie kurz vor Sonnenuntergang, der in Genf gegen 20.45 Uhr erfolgt. Für eine gute Sicht ist ein freier Blick nach Westen bis Nordwesten entscheidend, da die Sonne zu diesem Zeitpunkt bereits tief über dem Horizont steht. Geeignet sind deshalb etwa Standorte im Mittelland oder auf Voralpengipfeln, während Bergtäler wegen der umliegenden Gipfel oft im Nachteil sind. Für die Beobachtung sind zertifizierte Sonnenfinsternis-Brillen unverzichtbar. Normale Sonnenbrillen bieten keinen ausreichenden Schutz.

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Nach der Sonnenfinsternis folgt der Sternschnuppen-Regen

In der Nacht vom 12. auf den 13. August erreichen die Perseiden ihren jährlichen Höhepunkt. Damit treffen in diesem Jahr gleich zwei astronomische Höhepunkte aufeinander: zuerst die partielle Sonnenfinsternis am Abend, danach der bekannte Meteorstrom.

Besonders günstig sind die Bedingungen wegen des Neumonds, der für einen sehr dunklen Nachthimmel sorgt. «Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass der Himmel klar und wolkenlos bleibt», sagte Yannick Emery, Präsident der Waadtländer Astronomischen Gesellschaft, gegenüber Keystone-SDA.

Sternschnuppen am 12. August: So gelingen die besten Beobachtungen

Wer möglichst viele Sternschnuppen sehen möchte, sollte einen Ort mit wenig Lichtverschmutzung wählen. Empfehlenswert sind höher gelegene Standorte, von denen aus der Himmel gut sichtbar ist. Der Blick richtet sich dabei nach Nordosten zum Sternbild Perseus, nach dem der Meteorstrom benannt ist.
Die Beobachtung gelingt am besten mit blossem Auge. Damit sich die Augen an die Dunkelheit anpassen können, sollten helle Lichtquellen vermieden werden.

Perseiden: Bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde

Bei den Perseiden handelt es sich nicht um Sterne, sondern um winzige Staubteilchen eines Kometen. Sie dringen mit rund 210'000 Kilometern pro Stunde in die Erdatmosphäre ein und verglühen dabei, wodurch die typischen Leuchtspuren entstehen.

Während der Aktivitätsphase zwischen Mitte Juli und Mitte August sind durchschnittlich rund 25 Meteore pro Stunde zu sehen. Rund um den Höhepunkt in der Nacht vom 12. auf den 13. August können es unter idealen Bedingungen sogar bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde sein.

Mit Material von Keystone-SDA.