Nur ein Scherz: Natürlich kein Solardach in Haldenstein
Die Idee tönte gut, wenn auch etwas verwegen: Die Stadt Chur und ihr Umweltdepartement wollen angeblich auf dem Dach von Schloss Haldenstein eine grossflächige Solaranlage montieren. Natürlich ist nichts davon wahr: Bei dem Artikel, der am Montag auf «suedostschweiz.ch» erschien, handelte es sich schlicht um einen Aprilscherz. Auch sämtliche Zitate der Verantwortlichen waren frei erfunden.
Haldenstein, damit es den Tourismus nicht stört
Im Scherzartikel hatte die Redaktion behauptet, die Stadt wolle das Dach des Haldensteiner Schlosses flächendeckend mit Solarpanels bestücken, um die Energiewende voranzubringen. Stadtpräsident Urs Marti wurde ausserdem das Zitat in den Mund gelegt, der Ausbau sei in Haldenstein geplant, damit die Churer Altstadt und das Stadtzentrum nicht mit Solarzellen verschandelt würden – aus Rücksicht auf den Tourismus.
Der kantonale Denkmalpfleger Simon Berger sollte laut dem erfundenen Artikel gesagt haben, dass Schloss sei zwar ein Baudenkmal von nationaler Bedeutung, innerhalb dieser Kategorie aber zweitrangig. Und Hans Gasser, Finanzchef der Stiftung Schloss Haldenstein – der Eigentümerin des Baus – freute sich angeblich auf Zusatzeinnahmen.
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