Showdown in Näfels: Warum ein Tschechischer Violinspieler gegen eine Olympiasiegerin antritt
von Willi Baumgartner
Seit der ersten Austragung im Jahre 1982 hat der Schweizer Schiesssportverband (SSV) die Wettkämpfe der Indoor-Schweizer Meisterschaft immer im Zweijahresturnus, nach dem Motto «vom Schnupperjahr zum Gesellenjahr», an interessierte Vereine vergeben. Ein solcher Turnus hat sich insofern bewährt, dass dieser Wettkampf in verschiedenen Landesgegenden zur Austragung kommt. 2019 hatte die Abteilung Gewehr 10/50 zwei Bewerbungen vorliegen, Nidwalden schriftlich für 2021/2022 sowie eine mündliche aus Glarus für dieselben Jahre. Nach einigem Hin und Her kam eine Einigung zustande und dem Glarnerland wurde die Durchführung 2023/2024 zugesprochen. Bedingt durch die Coronapandemie konnten 2021 keine Finaltage ausgetragen werden. Zur Einhaltung des Zweijahres-Turnus wurden die Daten entsprechend angepasst und um ein Jahr verschoben, und so ist nun zum ersten Mal das Glarnerland an der Reihe.
Zahlreiche Koryphäen mit dabei
Die antretenden Mannschaften sind bunt gemischt mit erfahrenen Nationalmannschaftsschützen und ausserordentlich treffsicheren Breitensport-Schützen. Dass dieser Finalwettkampf einen grossen Stellenwert besitzt, zeigt sich an der Teilnahme von Olympiasiegerin Nina Christen, Weltmeister Jan Lochbichler, Silvia Guignard, Christoph Dürr, Gilles Dufaux, den Geschwistern Emely und Vivienne Jäggi sowie weiteren hervorragenden Schützen. Als Titelverteidiger führt das Team aus Olten das Feld an, gefolgt von Vizemeister Gossau und dem Seriensieger Tafers, Nidwalden, Thörishaus und dem Lokalmatador Glarnerland. Letzterer hat 2013 in Langenthal seinen ersten und bisher einzigen Schweizer Meistertitel geschossen.
Ein besonderer Teilnehmer ist sicherlich der Tscheche Frantisek Smetana, welcher seit Jahren mit anderen Landsleuten bei den Glarnern mitschiesst. Dabei beschreitet er in seiner Wettkampfvorbereitung mit Violinspielen einen eher aussergewöhnlichen Weg.
Spannender Modus