Im Strandbad Mühlehorn gibts endlich wieder Glacé am Kiosk
Was wäre ein heisser Sommertag am See ohne fruchtiges Glacé und kalte Getränke? Nach einem Jahr ohne den Kiosk im Strandbad Mühlehorn ist die Durststrecke vorbei: Wie die Gemeinde Glarus Nord schreibt, geht der Kiosk wieder auf.
Eine neue Trägerschaft schmeisst den Betrieb: die Fachstelle Augenhöhe von Pro Infirmis. Diese wird im Auftrag des Kantons Glarus geführt und fördert Menschen mit Behinderung. «Sie schafft Möglichkeiten, sich aktiv am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen – nicht nur mitzureden, sondern Verantwortung zu übernehmen und eigene Fähigkeiten einzubringen», steht in der Mitteilung.
Im Strandbad-Kiosk wird genau dieser Gedanke gelebt: Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten beim Kiosk. Zum Start verkaufen sie Getränke und Glacé, später soll es auch kleine Snacks geben. Der Kiosk ist bei schönem Wetter am Mittwochnachmittag und am Wochenende geöffnet. «Ob an einem oder an beiden Wochenendtagen, hängt von den personellen Möglichkeiten ab», heisst es im Communiqué.
Die Ära Eberle
Davor führten Ruth und Geni Eberle den Kiosk 42 Jahre lang. Im Jahr 2024 erhielt das Ehepaar jedoch einen Brief der Gemeinde Glarus Nord: Sie erneuerte den Vertrag mit den beiden nicht, weil auch Ruth Eberle das Pensionsalter erreiche. Dieser unfreiwillige Abgang schlug hohe Wellen in Mühlehorn.
Der Kiosk blieb im vergangenen Jahr zu. Das merkten auch die Besucherinnen und Besucher des Strandbads: Sie erzählten von überfüllten Kübeln, dreckigen WCs, Unkraut und viel angeschwemmtem Holz, das am Strand herumlag. «Mir ist erst jetzt bewusst geworden, wie gut Geni und Ruth auf das Strandbad geschaut haben», sagte eine Mutter im Juni 2025 zu den «Glarner Nachrichten».
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