Philipp Langlotz kandidiert als Gemeinderat in Glarus
Der parteilose Anwalt Philipp Langlotz will im Glarner Gemeinderat Hans Peter Spälti ersetzen, der seinen Rücktritt Mitte März bekannt gab.
Der parteilose Anwalt Philipp Langlotz will im Glarner Gemeinderat Hans Peter Spälti ersetzen, der seinen Rücktritt Mitte März bekannt gab.
Langlotz führt seit 2014 eine eigene Anwaltskanzlei in Glarus und arbeitet als Anwalt, Mediator, Coach und Trainer in Kommunikation. Die Öffentlichkeit kennt den 47-Jährigen auch als Verantwortlichen der Glarner Anlaufstelle für Betroffene von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen. Im Auftrag des Glarner Regierungsrats unterstützt und begleitet er seit 2013 ehemalige Heim-, Pflege- und Verdingkinder bei der Aufarbeitung ihrer Geschichte und hilft ihnen, solidarische Entschädigung beim Bund zu beantragen.
Drei Jahre in Sierra Leone
Weiter hat die Gemeinde Glarus Süd Langlotz mit dem Präsidium der Spendenkommission Wagenrunse beauftragt, die vor ihm alt Ständerat Fritz Schiesser präsidierte. Die Wahl sei auf den Anwalt gefallen, weil er neben seinen ausgewiesenen juristischen Fachkenntnissen eine hohe Sozialkompetenz mitbringe und sich in schwierigen Umfeldern zurechtfinde, hält Langlotz selbst in einer Mitteilung fest.
Die Fähigkeit und das Durchhaltevermögen, sich auch unter widrigsten Umständen zu behaupten, habe er unter anderem einem dreijährigen Aufenthalt in Sierra Leone in Westafrika zu verdanken. Dort habe er als Friedensberater gewirkt und Gemeinden in ihrer Entwicklung unterstützt.
«Politische Unabhängigkeit als Chance»
Nach seiner Rückkehr nach Glarus rief Langlotz mit dem Verein «Träffpunkt» und dem Raum «Tomorrow» Initiativen ins Leben, die in Glarus das interkulturelle Zusammenleben und innovative Projekte fördern sollen. Er sei motiviert, seine vielseitigen Fähigkeiten und seine Innovationskraft in den Gemeinderat einzubringen, teilt Langlotz weiter mit.
Er sehe seine politische Unabhängigkeit als grosse Chance, sich frei und unvoreingenommen den Herausforderungen in der Gemeinde Glarus zu widmen. «Dazu gehören nebst einer effizienten und lösungsorientierten Verwaltung zum Beispiel eine rasche Realisierung von Mobilitätslösungen, die Förderung von Gemeinschaftsplätzen, die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Umweltschutz und ein qualitatives Wachstum der Wirtschaft und im Tourismus», schreibt Langlotz. Der persönliche Kontakt und ein wertschätzendes Miteinander mit der Bevölkerung und den Unternehmen seien für ihn die Grundvoraussetzung, um die Gemeinde gemeinsam weiterzuentwickeln. (eing)
Freiwillige Meldungen bis 5. August möglich
Laut einer Medienmitteilung der Gemeinde Glarus vom Montag findet die Ersatzwahl für das neue Gemeinderatsmitglied am 22. September, ein allfälliger zweiter Wahlgang am 20. Oktober statt. Vergeben wird der freie Sitz für den Rest der Amtsdauer bis 2026 mit Amtsantritt per 1. Januar 2025. Kandidaturen können der Gemeindekanzlei freiwillig bis am 5. August gemeldet werden. Diese werden dann auf der Website der Gemeinde Glarus www.glarus.ch publiziert.
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