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Glarus

Erdrutsch zerstörte die Niederentalstrasse in Schwanden: Hier soll die Neue durchgehen

Ausflügler und Touristinnen sollen wieder zur Seilbahnstation im Kies fahren können: Die Gemeinde Glarus Süd präsentiert ihren Plan, wie sie das Gebiet mit einer neuen Strasse erschliessen will.
Sara Good
17.06.2025, 17:00 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Wer einen Ausflug auf die Mettmenalp plant, muss seit dem Wagenrunsen-Rutsch im August 2023 einen Umweg nehmen. Früher konnte man von Schwanden direkt mit dem Auto oder Bus zur Talstation im Kies fahren. Die Niederentalstrasse wurde durch den Erdrutsch aber zerstört.

Seither fährt ein Bus die Touristen und Ausflügler über eine Ausweichroute via Haslen zur Seilbahn. Diese Route «verursacht nicht nur erhebliche Mehrkosten für den öffentlichen Verkehr, sondern bringt auch spürbare Einschränkungen für Anwohnende, Landwirtschaft, Tourismus und regionale Leistungsträger mit sich», schreibt die Gemeinde Glarus Süd in einer Mitteilung.

Die Seilbahn-Idee wurde verworfen

Wenn alles nach dem Plan der Gemeinde läuft, könnten frühestens ab Mitte 2027 wieder Autos über die neue Niederentalstrasse rollen. Am Dienstag informiert die Gemeinde in einer Mitteilung über ihren Plan. Jetzt steht fest, wo die neue Strasse durchgehen soll. «Die Strasse verbindet die bestehenden Abschnitte ober- und unterhalb der Wagenrunse und verläuft durch den östlichen Hang des Chatzenrittwalds vollständig ausserhalb des aktiven Rutschgebiets der Wagenrunse», schreibt die Gemeinde.

Der neue Abschnitt hat drei Spitzkehren und Ausweichstellen, ist 950 Meter lang und hat eine maximale Steigung von 12 Prozent. Dadurch sei die Strasse bei jedem Wetter befahrbar.

Die Gemeinde hat verschiedene Varianten geprüft, wie das Gebiet «Kies» am besten erschlossen werden kann. Auch die Idee einer Seilbahn bis ins Tal schwirrte herum, wurde aber verworfen.

Gemeinde schätzt Kosten auf sechs Millionen Franken

Das Gelände, in dem die neue Strasse gebaut wird, ist sehr steil. Laut der Mitteilung hat die Gemeinde den Untergrund mit Sondierbohrungen und Analysen untersucht. «Die Resultate belegen klar, dass die gewählte Linienführung aus geotechnischer Sicht machbar ist», schreibt die Gemeinde.

Die neue Strasse kostet gemäss ersten Schätzungen sechs Millionen Franken, wie Gemeinderätin Rafaela Hug auf Anfrage sagt. «In der Tendenz eher mehr.» Die Gemeinde habe ein Gesuch eingereicht, damit sich Kanton und Bund an den Kosten beteiligen. Die Gemeindeversammlung berät im Herbst über den Verpflichtungskredit.

Wenn die Gemeindeversammlung grünes Licht gibt, könnten die Bauarbeiten anfangs 2026 starten. Die Gemeinde schätzt die Bauzeit auf rund 18 Monate.

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