Amriswil beendet die Cupträume von Volley Näfels
von Bernahrd Windler und Kai Aebli
Cupspiele sind brutal. Eine Niederlage ist endgültig, sie kann nicht mehr ausgebügelt werden. Und so war sowohl für Amriswil als auch für Näfels die Partie vom Sonntag die wichtigere der beiden Wochenendbegegnungen. Beide Teams hatten in den Direktbegegnungen der Nationalliga-A-Meisterschaft je einen Heimsieg geschafft.
Der erste Satz war eine zähe Angelegenheit. Ständig wechselte die Führung, und keinem Team gelang es, sich abzusetzen. Dies ging bis zum 22:22-Gleichstand, ehe Näfels durch Bruno Biella und Antti Ropponen den ersten Zwei-Punkte-Vorsprung herausspielte. Darauf folgte ein Servicewinner durch Biella, doch Schieds- und Linienrichter sahen es anders. Beim zweiten Satzball setzte Vitor Yamamoto einen Angriff auf die Linie, doch auch diesen Punkt gaben die Unparteiischen nicht. Dass dann Risto Nikolov und Ropponen den Satz doch noch heimholten, war ausgleichende Gerechtigkeit.
Näfels lässt nach
In den zweiten Satz starteten die Amriswiler viel zielstrebiger. Während sie im ersten Durchgang zu viele Angriffsbälle nicht auf den Boden gebracht hatten, gelang dies nun weitaus besser. Und die Näfelser machten es ihnen auch leichter als vorher. Jetzt kamen ihre Angriffe nicht mehr wie gewünscht. Nico Süess und Biella sahen sich geblockt, und eine Finte von Yamamoto landete im Netz.
So lag das Heimteam schon bei Satzmitte mit neun Punkten in Front. Gegen Satzende gelangen den Gästen noch einige schöne Punkte, doch näher als auf fünf Punkte kam man nicht mehr an den Gegner heran.
Nach der Pause ging es ausgeglichen weiter, wobei die Glarner Unterländer immer leicht in Führung lagen. Erst nach dem 13:15 stellten die Amriswiler auf 17:15. Noch einmal lag Näfels bei 18:19 in Front, ehe Julian Weisigk mit einer Aufschlagserie bis zum 23:19 die Vorentscheidung zur Amriswiler 2:1-Satzführung herbeiführte. «Wir haben einen guten Fight gezeigt. Amriswil hat gut gespielt, und wir haben unsere Chancen, besonders in diesem dritten Satz, nicht genutzt», so Näfels-Trainer Matjaž Hafner.