Noch eine Heimpleite für Chur 97
Das Heimspiel am Samstag gegen den FC Dübendorf war für Chur 97 das Ende einer turbulenten Woche. Nach der Freistellung von Cheftrainer Jouke Faber herrschte zunächste Ungewissheit, wer den nun dessen Nachfolge antreten darf. Am Samstag stand nun Darko Angelov, vormals Cheftrainer der in der 3. Liga engagierten zweiten Mannschaft, an der Seitenlinie. Er führt das Churer Fanionteam zusammen mit seinem bisherigen Assistenten Arsim Ramizi.
Doch auch unter neuer Leitung waren die altbekannten Schwächen zu sehen. Chur 97 schafft es einfach nicht, vehement als verschworene Einheit zu verteidigen und kassiert zu viele, durchaus vermeidbare Gegentore. So geschehen am Samstag, als Daniel Angliker (12. Minute) nach einem zügig vorgetragenen Gegenstoss sowie sechs Minuten später Cedric Nef in Anschluss an einen Eckball mehr oder minder ungestört zum 2:0 für den Aufsteiger aus Dübendorf trafen. Und weil kurz vor der Pause Janique Gringer und Livio Krättli kurz hintereinander zwei beste Tormöglichkeiten für Chur 97 ungenutzt liessen, war die Vorentscheidung früh gefallen. Der verunsicherte Stadtklub war nach dem Seitenwechsel zu keiner Reaktion mehr fähig. «Es fehlt an allen Ecken und Enden. Ich weiss, dass ich mich auf eine schwierige Mission begeben habe», bilanzierte hinterher Neo-Trainer Angelov.
Chur 97 ist in der interregionalen 2.-Liga-Fussballmeisterschaft mit nur sechs Zählern aus acht Partien definitiv im Abstiegskampf angekommen. Bis zur Winterpause verbleiben fünf Partien. Am kommenden Sonntag folgt das schwierige Auswärtsspiel beim Spitzenklub FC Freienbach.
Chur 97 – Dübendorf 0:2 (0:2)
Ringstrasse. – 200 Zuschauer. – SR Gecici.
Tore: 12. Angliker 0:1. 18. Nef 0:2.
Chur 97: Zuvic; Fahling (60. Sivalingam), Klaas, Kral, Heeb; Demarmels; Bearth (46. Sljivar), Krättli, Cazzato; Gringer, Stehlik (73. Tino).
Rüti: Ursprung; Blantas, Lienhard, Loureiro Pinto, Luca Pergolis; Nielsen, Adriano Pergolis; Nef, Hoti (73. Salluce), Angliker; Marjanovic (81. Deuber).
Bemerkungen: Chur 97 ohne Gür (gesperrt) sowie Gruber und Meier (verletzt).