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Ereignisse

Giftanschlag auf Malser Biobauern

Ägidius Wellenzohn betreibt eine von wenigen Apfelanlagen im Südtirol in denen überhaupt nicht gespritzt wird. Jetzt wurde sie durch einen Giftanschlag mit Glyphosat teilweise zerstört.
27.09.2017, 13:19 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Ägidius Wellenzohn engagierte sich für eine pestizidfreie Gemeinde Mals. Er trat auch in der ARTE-Dokumentation über Mals vor die Kamera und erklärte im Buch von Alexander Schiebel ausführlich, wie man im Apfelanbau auf Pestizide verzichten kann.

Das Gift, das Wellenzohn 30 Jahre lang von seinen Äpfeln ferngehalten hat, wurde kürzlich in einer Nacht und Nebel-Aktion auf seiner Apfelanlage ausgebracht. Die ersten drei Baumreihen des Bio-Bauern wurden mit dem Total-Herbizid Glyphosat besprüht.

https://www.facebook.com/wundervonmals/videos/1386520918063116/

Eine heimtückische Aktion

Bereits am 8. September wurden in der Anlage von Ägidius Wellenzohn routinemäßig Proben entnommen. Kurze Zeit später verfärbten sich die Blätter der Apfelbäume braun und die Äpfel begannen bei leichter Berührung vom Baum zu fallen. Am 21. September wurde Wellenzohn darüber informiert, dass die Rückstandsproben positiv waren. Seine Apfelbäume waren mit Glyphosat zerstört worden.

«Ich kann noch immer nicht begreifen, wer zu so etwas fähig sein kann», sagte der Biobauer auf der Plattform «Das Wunder von Mals». Für ihn entstand ein Schaden von mehreren Tausend Euro. Der Täter ist vermutlich mit einem Handspritzgerät durch die Anlagen gegangen ist. Voraussichtlich wird die Apfelanlage von Wellenzohn nun zurückgestuft. Sein Betrieb, in dem seit drei Jahrzehnten weder biologische noch konventionelle Pflanzenschutzmittel ausgebracht wurden, gilt dann als Umstellungsbetrieb - ganz so, als ob er bisher einen konventionellen oder integrierten Anbau betrieben hätte.

Giftanschlag auf Malser Biobauern | Südostschweiz