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Ereignisse

Die Fische wollen nicht ins Netz

Kristina Schmid
01.07.2016, 20:00 Uhr
gestern um 12:10 Uhr

Für die Berufsfischer am Bodensee war 2015 ein katastrophales Jahr. Es ist fast 100 Jahre her, seit sie zum letzten Mal so wenig Fische aus dem Bodensee ziehen konnten. Nämlich 261 Tonnen. Das mag sich nach viel anhören, aber: Vor zehn, selbst vor vier Jahren, holten die Fischer noch 800 Tonnen Fisch aus dem See. Und auch im Vergleich zum eher bescheidenen Fangjahr 2014, wirkt der Einbruch mit 40 Prozent heftig.

Nicht ganz so hart getroffen hat es die Berufsfischer am Ober- und Zürichsee. Aber auch sie mussten kämpfen: Der Fangertrag ging 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent zurück. Holten die Berufsfischer 2014 noch 216 Tonnen Fisch aus dem See, waren es letztes Jahr nur noch 179 Tonnen.

Der Fangertrag am Walensee fiel im vergangenen Jahr um gut zehn Prozent; die Berufsfischer zogen 8,3 Tonnen Fisch aus dem See. Das ist zwar weniger als im Jahr 2014 – aber: Für die Verhältnisse am Walensee lägen die Werte noch immer im Durchschnitt (siehe Grafik), heisst es bei der Fischereikommission Zürichsee, Linthkanal und Walensee.

 

 

 

Für Berufsfischer sind der Walen- und insbesondere der Zürichsee von grosser Bedeutung. Angler fischen aber auch gerne mal im Linthkanal. Aus diesem holten sie im letzten Jahr rund 663 Kilogramm Fisch. Eine eher triste Angelegenheit, wie der Vergleich mit anderen Jahren zeigt: 663 Kilogramm – das ist der niedrigste Fang seit 1945, wenn man von den Jahren 2010 bis 2012 absieht. In diesen durfte infolge Bauarbeiten nicht oder nur reduziert gefischt werden. (ivk)

Welche Fische am häufigsten im Netz der Fischer landen, was die Ursachen für den Einbruch sind und wie die Situation im laufenden Jahr aussieht, lesen Sie in der «Südostschweiz» vom Samstag.

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