Autofahrer mit Motorsäge bedroht
Ein psychisch kranker Gärtner versetzte im vergangenen Jahr einen Autofahrer in Glarus Nord in Angst und Schrecken, als er ihn mit einer laufenden Motorsäge in den Händen von der Strasse verjagte.
Zuvor hatte der Mann bereits 34 Meter Holzzaun der Gemeinde zersägt. Der heute 42-Jährige litt offenbar unter einem psychotischen Schub. Als die Polizei eintraf, übergoss er die Beamten erst mit einem Kübel Wasser, bevor diese ihn niederringen und mit Handschellen fesseln konnten. Später beschimpfte er die Polizisten und Ärzte aufs Übelste, als sie ihn in die psychiatrische Klinik Waldhaus in Chur überführten.
Beim Gärtner war schon früher eine paranoide Schizophrenie diagnostiziert worden. Die Medikamente, welche ihm ein Psychiater verschrieben hatte, setzte er aber ab.
Motorsäge wird vernichtet
Im Februar musste er vor dem Glarner Kantonsgericht erscheinen. Dass er nicht verurteilt würde, war abzusehen: Ein Gutachten stufte ihn aufgrund seiner psychischen Erkrankung als schuldunfähig ein. Die Staatsanwältin beantragte einen Freispruch unter der Voraussetzung, dass der Mann seine Behandlung fortsetzt. Zudem sollte sein Medikamentenspiegel im Blut alle drei Monate gemessen werden, um sicherzustellen, dass er die verschriebenen Psychopharmaka einnimmt.
Das Gericht folgt nun in seinem Urteil den Anträgen der Staatsanwältin weitgehend: Es spricht ihn frei und ordnet eine ambulante psychiatrische Behandlung an. Die Motorsäge, welche ihm die Polizisten abnahmen, wird vernichtet. Als die Polizei eintraf, übergoss der Angeklagte die Beamten erst mit einem Kübel Wasser, bevor diese ihn dann niederringen und mit Handschellen fesseln konnten.