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Schweiz & Welt

Feuer am Calanda ist unter Kontrolle

Südostschweiz
20.02.2019, 13:15 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Kurz vor Mittwochmittag stiegen am Fusse des Calandas Rauchwolken auf. Kein ungewohntes Bild für Churer, führt das Militär dort auch schon mal Übungen mit kontrollierten Bränden durch. 2018 wurde an gleicher Örtlichkeit gar eine Grossübung durchgeführt. Die Feuerwehren Domat/Ems-Felsberg, Chur und die Betriebsfeuerwehr des Waffenplatzes Chur standen damals im Einsatz. Sie wurde zudem von Zivilschützern, der örtlichen Forstgruppe und von je einem militärischen und zivilen Helikopter sowie Samaritern unterstützt.

Diesmal ist das Feuer aber keine Absicht. «Am Zielhang des Militärs auf dem Gelände Rossboden haben wir einen Flur- und Waldbrand», bestätigte Roman Rüegg von der Kantonspolizei Graubünden.

Die Feuerwehr Chur war vor Ort und zusätzlich wurde für die Löschung ein Helikopter aufgeboten. Auch ein Super Puma der Schweizer Armee stand im Einsatz. 

Das Feuer konte gemäss Armeesprecher Stefan Hofer im Verlaufe des Mittwochnachmittags gelöscht werden. Auslöser für das Feuer sei vermutlich ein Querschläger bei einer Schiessübung gewesen. «Ganz klar zu sagen ist, dass bei den Truppen keine Fehler passiert sind. Diese haben gemäss Vorschriften, Vorgaben mit der entsprechenden Munition die entsprechenden Übungen durchgeführt», hält Hofer fest. Der Brand sei vermutlich aufgrund einer Verkettung unglücklicher Umstände entstanden.

Verletzte hat es beim Brand keine gegeben. Der entstandene Schaden ist noch unklar. Die Brandherde werden gemäss Hofer weiter beobachtet und es wird voraussichtlich über Nacht eine Feuerwache geben, welche von der Armee gestellt wird. 

Als der Calanda lichterloh brannte

Ältere Bewohner der Stadt Chur könnten sich noch an den Brand vom 20. August 1943 erinnern. Drei Tage und drei Nächte lange wüteten die Flammen am Calanda. Auslöser des Grossbrandes war eine Rekrutenübung. Sie führten auf dem Rossboden eine Schiessübung mit Leuchtspurmunition durch. Ein Geschoss landete aus Versehen im ausgedörrten Gras. Der Föhn führte dazu, dass auf der gesamten Calandaflanke ein Feuer ausbrach.

Damit es nicht mehr zu einem solch verheerenden Grossbrand kommt, wird auch zu ungewöhnlichen Massnahmen gegriffen.

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