HCD: Schlamassel oder Turnaround
Nach einem starken ersten Drittel der Qualifikation bekundete der HC Davos zuletzt Probleme. Der Schweizer Rekordmeister läuft auf Sparflamme:
- Niederlagen-Serie: Davos verlor fünf der letzten sechs Spiele.
- Tor-Flaute: Nur drei Treffer schoss der HCD in den letzten drei Spielen.
- Schwäche-Phase: Viele Spieler laufen auf dem Zahnfleisch.
Während andere Klubs in der zehntägigen Nationalmannschaftspause ihre Kräfte bündelten, scheint in Davos das Gegenteil eingetreten zu sein. Die Nationalspieler kehrten müde oder mit Verletzungen (Gregory Sciaroni) vom Karjala Cup zurück. Die Daheimgebliebenen berichteten von kräftezehrenden Trainingseinheiten in Davos.
Das Warten auf Lindgren
Die Auswirkungen des niedrigen Energielevels waren am Dienstag in Langnau zu beobachten, als sich das Team von Arno Del Curto vom Tabellenzehnten dominieren lassen mussten. Zudem trat beim HCD das Fehlen von Center Perttu Lindgren wieder einmal besonders offensichtlich zutage.
Von Lugano-Stürmer Damien Brunner unlängst zum bester Spielmacher der Liga erklärt, wäre der Spielwitz des Finnen ein wirksames Mittel gegen die Davoser Tor-Impotenz. Wann Lindgren, der an einer Knochenentzündung im Hüftbereich leidet, aufs Eis zurückkehrt, ist wohl aber nicht einmal von ihm selber abzuschätzen.
Die Leiden des Perttu Lindgren
Trotzdem: Dass lamentieren nicht weiterhilft, muss in Davos niemandem erklärt werden. Nun gilt es es, die Ergebnis-Krise im Keim zu ersticken: «Am Freitag gegen Biel müssen wir einfach gewinnen», sagte Verteidiger Noah Schneeberger bereits nach der Overtime-Niederlage in Langnau gegenüber Radio Südostschweiz.
Gelingt dies, winkt dem HCD bereits am Sonntag im Prestige-Duell gegen die ZSC Lions die Gelegenheit, die sportliche Baisse für beendet zu erklären.
Schafft der HCD gegen Biel und die ZSC Lions den Turnaround?