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Schweizer Tierschutz warnt: Mähroboter verstümmeln und töten Igel

Schweizer Tierschutz warnt: Mähroboter verstümmeln und töten Igel

Mähroboter nehmen Gartenbesitzern das oft als lästig empfundene Rasenmähen ab. Doch für Igel sind sie eine tödliche Gefahr - denn Igel rennen nicht davon, sondern igeln sich ein. Sie werden überfahren und mithin zerstückelt. Der Schweizer Tierschutz rät deshalb ab.

Agentur
sda
vor 3 Tagen in
Aus dem Leben
Ein Igel mit einer Kopfverletzung sitzt auf einer Zeitung. Er wurde von einem Mähroboter überfahren. Der Schweizer Tierschutz rät von der Anwendung dieses arbeitssparenden Geräts ab, respektive empfiehlt, es nur tagsüber unter Aufsicht einzusetzen …
Ein Igel mit einer Kopfverletzung sitzt auf einer Zeitung. Er wurde von einem Mähroboter überfahren. Der Schweizer Tierschutz rät von der Anwendung dieses arbeitssparenden Geräts ab, respektive empfiehlt, es nur tagsüber unter Aufsicht einzusetzen …
Keystone/DPA/MARIUS BECKER

Wer dennoch nicht auf das praktische Utensil verzichten möchte, sollte es nur tagsüber und unter Aufsicht einsetzen, empfiehlt die Fachstelle Wildtiere des Schweizer Tierschutz STS.

Oder noch besser: die Gartenpflege minimieren. Denn perfekt gestutzte Rasenflächen sind gemäss STS «ökologisch praktisch nutzlos». Naturnah gestaltete Grünflächen bieten dagegen Nahrung, Unterschlupf und Sicherheit. Zum Schutz der Tiere sei etwas weniger Aufräumen und etwas weniger Ordnung angesagt.

Die Behauptung von Anbietern und Herstellern, dass moderne Mähroboter mit ihren Sensoren Tiere erkennen und rechtzeitig abdrehen können, sei oft bloss ein irreführendes Verkaufsargument. Eine aktuelle Studie mit Versuchstieren, die zuvor eines natürlichen Todes gestorben waren, zeigte, dass keines der getesteten 18 Modelle den Tierkörper zum Voraus erkannte.

Immerhin sieben getestete Roboter stoppten die Rotation ihrer Klingen, nachdem ein Sensor nach der Berührung mit dem Tierkörper ein Anheben des Geräts registrierte. Bei den andern reichten die Verletzungen gemäss Studie «von leichteren Hautabschürfungen und Einstichwunden über die Amputation von Extremitäten wie Beinen und Penissen bis hin zur vollständigen Ausweidung und in einem Fall zur teilweisen Enthauptung».

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Ach, liebe Loreley, "ich weiss nicht, was soll es bedeuten": Seit 50 Jahren lese ich "Spenden Sie uns, so retten wir den Regenwald", lese ich über Missstände wie die obigen und Aufrufe noch und noch – und: Ist die Welt inzwischen wesentlich gesünder oder im Gegenteil im Endstadium (Zitate: Der Papst zum Klimagipfel 2015 "Die Welt steht an der Schwelle zum Selbstmord" und Zitat: Papstappell zum Tag der Erde 2021: "Wir sind am Limit!")?
Leute, ob ihr das nun versteht oder nicht: "abstrakte" Appelle (wie hier in der Presse) finde ich heisse Luft, "am Ding vorbei", denn es ist nicht bahnbrechend, es bringt, wenn überhaupt, minime Verbesserungen, die im Desasterwachstum, im schwarzen Loch, eh wieder verschwinden (vergleiche obige Historie); deshalb mein Vorschlag an euch:
Es geht diesen Igeln wie den Rehkitzen wie überhaupt den Arten, nämlich wie den damaligen Indianern (Native Americans), und heutigen Indianern (Opfer Russland und seinen "realen Leidensgenossen" jedoch leider US-instrumentalisierten Gegnern: Europäern): ihre Heimat, ihr Da-sein, ihr Ort wird beansprucht von Gewaltigen. In meinem Wohnquartier gibt es kaum einen Quadratzentimeter, der nicht laufend ge-upside-downed wird. Ergo, wie soll man da leben, auch nicht im (brand- oder mechanisch-) gerodeten Regenwald, wo neben allen Pflanzen auch alle Tiere getötet werden, weil, da bleibt nur Agrochemiewüste.
Deshalb finde ich es kurzsichtig und populistisch, dass in Chur der Stadtrat zwei Sprühduschen aufstellt (Bahnhof- und Poststrasse), auch wenn das akut Hitzebetroffenen natürlich hilft, aber langfristig, sprich nachhaltig (statt bloss Wasser-"Konto"-aufbrauchend) wäre, das zu tun, was ich seit Jahren händeringend fordere und was die Natur selbst erschuf (als diese selbsternannten Götter auf zwei Beinen oder zwei oder vier Rädern noch nicht existierten): Chlorophyllmaxima: kühlend, bodenschützend, wasserspeichernd, luftreinigend (staubfilternd, sauerstoffproduzierend), siehe dazu meinen Kommentar:
https://www.suedostschweiz.ch/aus-dem-leben/2021-07-19/spruehduschen-al…
Ich bitte hiermit erneut alle Politiker, Institutionen, Organisationen, mein Anliegen durchzusetzen: Laubbläser-/Rasenmäher-Verzicht, Chlorophyllmaxima, besonders mein Prototyp Edental als Vorbild für die Welt:
https://www.suedostschweiz.ch/blogs/engadin-direkt/2021-07-20/das-engad…
Wolfgang Reuss 20.07.2021 - 14:57 Uhr
TOLL, Herr Hans Peter Danuser, sind Sie nicht der prominente Herr, der prominenten Einfluss auf den einheimischen Tourismus hat(te)?
IHR Artikel hier hat doch schon ziemlich viel dessen, was ich seit Jahren händeringend fordere:
«Wohnen im Wald. Die Autos sind dezentral versorgt, so dass wir zwischen den Bungalows nur Fußgängern begegnen. Sämtliche Resort-Fahrzeuge fahren elektrisch. Keine Gruppen, kein Rambazamba, Genuss, Ruhe, 'La dolce far niente' mit Stil.»
DA frage ich Sie bloss noch: Warum, zur Hölle, stosse ich in Graubünden ausschliesslich auf taube Ohren, kalte Schultern, Schreckfiguren wie Gian und Giachen, sprich: Das Gegenteil Ihres Ideals «Engadin der Toskana»?
Warum gibt es beispielsweise im grössten Kanton null, in der Schweiz aber elf autofreie Orte gemäss Schweiz Tourismus?
Warum ist Graubünden nicht Vorbild für die Welt:
https://turnaround-to-eden.webnode.com/
……………………………………….....
Siehe meinen Kommentar:
https://www.suedostschweiz.ch/wirtschaft/2021-07-20/die-kurtaxen-der-ge…
https://www.suedostschweiz.ch/politik/2021-07-21/das-klima-soll-nicht-v…
https://www.suedostschweiz.ch/leserbriefe/2021-07-15/das-pariser-klima-…
https://www.suedostschweiz.ch/leserbriefe/2021-06-29/der-liebe-nachbar-…
Kommentar-Teil:
Es geht nicht darum, ob etwas Folklore/Tradition ist, sondern ob es RICHTIG ist.
Komische Frage: "Wer war zuerst da?" Kirchenglocken, Flugplatz, Tierglocken – oder Naturgesetze? Wenn ich nirgends mehr Da-Sein darf (wie die ARTEN), dann sterbe ich (aus).
Ich schrieb Kommentare über umherirrende Frösche/Kröten; Blindschleichen (eine sich windend in hunderten Ameisen am Strassenrand in praller Sonne; eine andere von einer Katze "bespielt", die sie nicht herausrücken wollte); Gehäuseschnecken; Insekten etc., die ich in meinem Wohnquartier fand (auf der Strasse, im Lichtschacht), und die ich an einen "artgerechten bzw. überlebensfähigen" Ort bringen wollte; weil ich aber keinen fand, im ganzen Quartier kenne ich praktisch keinen Quadratzentimeter, der nicht von Facilitymanagers auf den Kopf gestellt wird (inklusive Maschinengetöse über 100dB, Herr Bass), bekam ich eine Ahnung von der Alternativ-/Ausweglosigkeit (die letztlich auch für Menschen gilt als Bewohner, siehe auch https://heimatvertriebene.webnode.com ). Für die zwei Blindschleichen war immerhin der Wald eine Lösung, wohin ich sie möglichst weit brachte (die eine musste ich zuerst mühsam von der ambitionierten Ameisenhorde befreien, die andere von der besitzergreifenden Katze, aber beide aus einer denaturierten Umwelt man-made).

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