Schlussspurt vor dem Baustart des Hotels «Scaletta»
Mit der Sanierung des Hotels «Scaletta» will die Stiftung Scaletta S-chanf den Dorfkern neu beleben. Geplant ist, das altehrwürdige Haus als Boutiquehotel im mittleren Preissegment mit 38 Zimmern, kleinem Wellnessbereich und einem Restaurant wieder zu eröffnen. Dabei wird die historisch bedeutende Bausubstanz genauso erhalten wie das intakte Dorfbild von S-chanf. Gleichzeitig entsteht ein Hotelangebot, das mittelfristig mit jährlich rund 16 000 Logiernächten eine nachhaltige Wertschöpfung für das Dorf und die Region generieren sowie 20 neue Arbeitsstellen schaffen soll. Nachdem die Gemeinde S-chanf im Juni 2021 mit der Bewilligung des A-fonds-perdu-Beitrages grünes Licht für die Sanierung des Hotels «Scaletta» gegeben hat und die Baubewilligung vorliegt, begibt sich die Stiftung Scaletta S-chanf nun in die finale Finanzierungsrunde.
«Mit der Unterstützung durch die Gemeinde S-chanf, den Kanton Graubünden, institutionelle Förderer und die Bank sind wir auf gutem Weg, das Finanzierungsziel zu erreichen, sodass der Baustart im Frühjahr 2022 erfolgen kann», sagt Fredi Gmür, Präsident des Stiftungsrates. Für die noch fehlenden Mittel werden in den folgenden Wochen verschiedene Fundraising-Aktivitäten lanciert, im Rahmen derer sich Mäzene, Gönner und Sponsoren mit einem Beitrag symbolisch am Umbau eines Zimmers, des grossen Saals sowie am Wellnessbereich oder am neuen Brunnen vor dem Hotel beteiligen können.
Suche nach Betreibergesellschaft
Schwerpunkt der Stiftung Scaletta S-chanf in den kommenden Wochen und Monaten ist neben der Finanzierung vor allem die Detailplanung in enger Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege. Sowohl das Hotel als auch das Restaurant, welches im ehemaligen Stall-Annex entsteht, werden künftig barrierefrei zugänglich sein. Gleiches gilt für den Saal und die Saletta, die künftig für Veranstaltungen und Bankette genutzt werden können. Ebenfalls ist die Stiftung mit Kunstgalerien in Verhandlung, um das historische Gebäude zu einer erlebbaren Kunstausstellung zu machen.
Neben der baulichen Detailplanung wurde auch die Suche eines Hotelbetreibers eingeleitet. «Ziel ist es, ein Unternehmen, das bereits ein Hotel in der Region Oberengadin betreibt und entsprechende Erfahrung vorweisen kann, als künftigen Partner zu finden. Erste Gespräche sind gestartet, wir sind aber weiterhin offen für Interessenten», erklärt Gmür.