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Wirtschaft

Pensionskasse Graubünden erwirtschaftet leicht negative Rendite

Die Pensionskasse Graubünden hat das herausfordernde Anlagejahr 2022 vergleichsweise glimpflich überstanden: Die Gesamtrendite lag bei –7,7 Prozent.
25.04.2023, 16:57 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Mit 12’800 Versicherten und Rentenbezieherinnen sowie einem Vorsorgekapital in Höhe von 3,3 Milliarden Franken ist sie die grösste Pensionskasse im Kanton: Die Rede ist von der Pensionskasse Graubünden (PKGR). Ihr sind 136 Arbeitgebende angeschlossen – dazu gehören etwa der Kanton Graubünden und seine selbstständigen öffentlichrechtlichen Anstalten sowie 70 Bündner Gemeinden. Auf ihrem Vorsorgekapital erzielte die Pensionskasse Graubünden im vergangenen Jahr eine Gesamtrendite von –7,7 Prozent, wie es in einer Medienmitteilung vom Dienstag heisst. Im Vorjahr hatte noch ein Rendite-Plus von 8,3 Prozent herausgeschaut. Die Verantwortlichen schreiben von einem «soliden Gesamtergebnis» – insbesondere mit Blick auf das Durchschnittsergebnis der übrigen Schweizer Pensionskassen, welches im vergangenen Jahr bei –10 Prozent lag.

Deckungsgrad sinkt auf 107,5 Prozent

Der Deckungsgrad, welcher die Verpflichtungen einer Pensionskasse ins Verhältnis zu ihrem Vermögen stellt, lag per Ende Dezember 2022 bei der PKGR bei 107,5 Prozent (Vorjahr: 118,1 Prozent). Liegt der Deckungsgrad über 100 Prozent, verfügt die Vorsorgeeinrichtung also über mehr Vermögen als Verpflichtungen – man spricht von einer Überdeckung. Die Pensionskasse Graubünden sei weiterhin sehr sicher und solide aufgestellt, heisst es in der Mitteilung weiter.

2022 sei ein krisenreiches und herausforderndes Jahr für die Pensionskassen gewesen. Aktien und Obligationen hätten erstmals in der Geschichte im gleichen Jahr zweistellig an Wert verloren. «Dank eines ausgewogenen Portfolios und eines vergleichsweise hohen Immobilienanteils» habe die Pensionskasse Graubünden den Rückgang jedoch begrenzen können.

Positiver Start ins Jahr 2023

Der Start in das neue Geschäfts- und Anlagejahr ist der Pensionskasse Graubünden gemäss Mitteilung geglückt. Die Gesamtrendite im ersten Quartal lag bei 2,8 Prozent. Alle Anlageklassen hätten wertmässig zulegen können. «Unwesentlich» für die PKGR seien zudem die finanziellen Auswirkungen aufgrund der Übernahme der Credit Suisse durch die UBS gewesen. Diese hätten im Promillebereich gelegen.

Die Credit Suisse ist für die PKGR ein wichtiger Vermögensverwalter von Kollektivanlagen. Die Grossbank führe diese Geschäftstätigkeit bis auf Weiteres uneingeschränkt weiter. Die PKGR beobachtet die weiteren Entwicklungen aber genau, um bei Bedarf entsprechende Massnahmen zu ergreifen, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

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