Jährlich 13'000 bis 14'000 Bewegungen auf dem Flugplatz Samedan
Den Höhepunkt von knapp 34'000 Bewegungen im Linien- und Charterverkehr erreichten die Schweizer Regionalflughäfen Bern, Lugano-Agno, Sion und St. Gallen-Altenrhein im Jahr 1996. Danach schwankten diese Zahlen – in der Tendenz aber fallend. Im vergangenen Jahr wurden schliesslich nur knapp 9'500 Flugbewegungen gezählt.
Auf dem Engadin Airport sorgt die Entwicklung der Flugbewegungen indes nicht für Gesprächsstoff. Dies deshalb, weil es keine Charter- oder Linienflüge von und nach Samedan gibt, von denen die Frequenz abhängig wäre. «Wir zählten in den letzten Jahren konstant 13- bis 14'000 Flugbewegungen pro Jahr», sagt Christian Gorfer. Die Jet-Flüge würden 15 Prozent der Bewegungen ausmachen und gleichzeitig 80 Prozent des Umsatzes einbringen.
In einer bestimmten Flugsparte habe es aber eine Veränderung gegeben, präzisiert der CFO des Engadin Airport. «Die Sportfliegerei, also das Fliegen mit kleinen Flugzeugtypen, ist in den letzten Jahren etwas zurückgegangen.» Die Gründe dafür sieht Gorfer in den neuen Vorschriften, die in den letzten Jahren umgesetzt wurden. Gerade ältere Leute wollten den Aufwand der damit verbundenen Weiterbildungen nicht mehr auf sich nehmen, erklärt er. «In der Sportfliegerei beobachten wir deshalb derzeit einen Generationenwechsel», so Gorfer.
Ohne Sicht geht nichts
Obwohl die Flugbewegungen im Engadin stabil seien, habe es im vergangenen Jahr einen kleinen Rückgang der Flugbewegungen gegeben, so Gorfer. «Das hat mit dem schlechten Wetter Anfang Jahr zu tun», erklärt er. Der Engadin Airport sei ein sogenannter Sichtflughafen. Wenn also das Wetter nicht gut genug ist, müssen Flüge gestrichen werden. «Ist das Wetter an einem White-Turf-Wochenende nicht gut, wirkt sich das natürlich negativ auf unsere Flugzahlen aus», so Gorfer. Während des restlichen Jahres habe das Team des Engadin Airport dann aber keinen Grund mehr gehabt, sich über das Wetter zu beklagen.