Basler Energieversorgerin steigt bei Disentiser Solarprojekt ein
Sukkurs aus dem fernen Basel für das Solarprojekt auf der Disentiser Alp Run: Die Wasser-, Strom- und Telekommunikationsversorgerin IWB, ursprünglich bekannt als Industrielle Werke Basel, beteiligt sich am Vorhaben für Fotovoltaik-Winterstromproduktion im Gebiet unterhalb von Piz Cavardiras und Piz Run. Zusammen mit der Projektinitiantin und Landeigentümerin, der Einfachen Gesellschaft Alp Run, will sie die Planung des schon seit Anfang Jahr bekannten Vorhabens weiter vorantreiben, wie es in einer am Mittwoch publizierten Medienmitteilung der beiden Institutionen heisst.
IWB will Solarstrom-Portfolio bis 2030 «massiv ausbauen»
Für IWB «wäre die Anlage in Disentis ein weiter Schritt im Ausbau ihres Solarstrom-Portfolios», so die Begründung für das Engagement des Basler Unternehmens in der Cadi. IWB wolle die eigene Produktion in dieser Sparte bis 2030 «massiv ausbauen». Die technische Realisierbarkeit des Alp-Run-Projekts sei mittlerweile dank einer umfassenden Machbarkeitsprüfung belegt. Mit IWB hole man sich nun seitens der Einfachen Gesellschaft eine erfahrene Partnerin an Bord: Das Basler Unternehmen war 2021 am Projekt Alpinsolar an der Muttsee-Staumauer beteiligt. Auf der Alp Run ebenfalls unterstützend mit im Boot ist die Standortgemeinde Disentis; sie hat im April einen Kredit von 119'000 Franken für die Standortevaluierung gesprochen und wird jetzt laut Mitteilung die weitere Planung begleiten.
4,5 Prozent der Alpfläche wären mit Panels bestückt
Die Anlage auf der Alp Run, gelegen auf über 2000 Metern über Meer, soll dereinst Strom für mehr als 10'000 Haushalte liefern, vor allem auch winters, wenn der Strom knapp ist. Wie die Projektbeteiligten schreiben, liesse sich gemäss Machbarkeitsprüfung eine Spitzenleistung von 27 Megawatt erreichen; der erwartete Jahresertrag läge bei 45 Gigawattstunden. Von den 7,8 Millionen Quadratmetern Alpfläche würden rund 350'000 Quadratmeter oder 4,5 Prozent mit erhöhten Panels bestückt. Der Alpbetrieb solle wie bisher – mit kleinen Einschränkungen im Umfeld der Panels – aufrechterhalten werden.