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Würth-Gruppe trotz Umsatzrückgang zufrieden

Die Würth-Gruppe zeigt sich angesichts der Umstände trotz Einbussen zufrieden mit dem ersten Halbjahr 2020. Das E-Business ging in der Krise durch die Decke.

Südostschweiz
Mittwoch, 15. Juli 2020, 16:23 Uhr Onlineshop als Retter in der Not
Würth
Das Würth-Gebäude an der Churer Ringstrasse.
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Die Würth-Gruppe hat in der ersten Jahreshälfte ein Umsatzminus von 3,1 Prozent zu verzeichnen. In einer Medienmitteilung zeigt man sich mit dem Halbjahresabschluss aber trotzdem nicht unglücklich. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation einer weltweiten Pandemie sei man sogar sehr zufrieden mit der Entwicklung des Unternehmens. Die Würth-Gruppe Schweiz erwirtschaftete im vergangenen Halbjahr einen Umsatz von 474,6 Millionen Euro.

Die Würth International AG hat ihren Sitz in Chur und beschäftigt im Kanton zahlreiche Mitarbeiter. Sie ist innerhalb des Würth-Konzerns die zentrale Anlaufstelle für den Wareneinkauf der Würth-Gruppe weltweit (die Produktepalette umfasst heute über 125‘000 Artikel für den Montage- und Befestigungsbereich). Weiter ist sie mit dem Bereich Beteiligungen zuständig für die Gründung, Akquisition, Übernahme und Betreuung der nationalen und internationalen Tochtergesellschaften.

Wie der Grosshändler schreibt, habe man vor allem in den von Covid-19 stark betroffenen Ländern wie Italien, Frankreich und auch Spanien die Auswirkungen der Krise gespürt. «Jedoch konnten trotz der gesamtwirtschaftlich rückläufigen Entwicklung beispielsweise in Frankreich auch mit komplettem Lockdown im Monat April und vielen Restriktionen im Mai grossartige Erfolge im Bereich E-Business erzielt werden», heisst es im Halbjahresbericht weiter. Die digitalen Kanäle wie Onlineshop, Würth App und E-Procurement hätten sich als Stabilitätsfaktor in der Krise erwiesen.

Die Coronakrise scheint aber beim Personalbestand grössere Spuren hinterlassen zu haben: Die Würth-Gruppe beschäftigte im ersten Halbjahr 2020 weltweit 78'083 Mitarbeitende. Das sind 603 weniger als Ende 2019, wie aus dem Bericht hervorgeht. In der Schweiz seien per Ende Juni 1419 Mitarbeitende tätig gewesen, was dem Vorjahreswert entspreche. (jas)

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