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Tourismus

Meilenstein für das Projekt Alp Sprella 

Das kantonale Verwaltungsgericht hat die Beschwerde von Umweltorganisationen gegen den Ausbau der Alp Sprella in der Val Müstair abgewiesen.
02.11.2022, 04:30 Uhr
gestern um 12:16 Uhr

Die SAC Sektion Engiadina Bassa Val Müstair möchte in der Val Mora die nicht mehr landwirtschaftlich genutzte Alp Sprella in eine SAC-Hütte umbauen. Gegen den Bauentscheid zugunsten dieses Projekts haben die Umweltverbände WWF Graubünden, Pro Natura Graubünden und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz im Sommer 2021 Beschwerde eingereicht. Vor wenigen Tagen ist der Entscheid beim kantonalen Verwaltungsgericht bekannt geworden. Die Beschwerde wird in allen Punkten abgewiesen.

Umweltverträglich und sorgfältig

In den vergangenen Jahren wurde das Projekt mehrfach überarbeitet, redimensioniert und optimiert. «Der Umbau der Gebäude erfolgt schonend, sodass der ursprüngliche Charakter erhalten bleibt», heisst es in einer gemeinsamen Medienmitteilung von Gemeinde Val Müstair und Schweizer Alpen-Club (SAC). Gästekapazitäten und Betriebszeiten seien so ausgelegt worden, dass der Lebensraum der zahlreichen Wildtiere im Tal erhalten bleibt. «Natur- und Landschaftsschutz stehen mit der touristischen Nutzung optimal im Einklang», heisst es weiter. Das Projekt erfülle auch die  Ziele der Gemeinde sowie der Biosfera Val Müstair. Der Naturpark strebt eine nachhaltige regionale Entwicklung an und engagiert sich in Bereichen wie natur- und kulturnaher Tourismus, zertifizierte Regionalprodukte, Bildung für nachhaltige Entwicklung und der Aufwertung von Natur und Landschaft. 

Das Verwaltungsgericht Graubünden hat in seinem Urteil die Verträglichkeit und die sorgfältige Planung in der sensiblen Umgebung bestätigt. Über die abgewiesene Beschwerde der Umweltverbände sind die Gemeinde Val Müstair und der SAC gemäss Mitteilung sehr erleichtert. Sie freuen sich nach einem langjährigen Stillstand, die Realisierung des Projekts an die Hand nehmen zu können.