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Tourismus

Kein Gekreische am Bernina

Das auf Fun ausgerichtete Projekt einer Tyrolienne zwischen der Alp Grüm und Cavaglia stösst bei den Umweltverbänden auf Widerstand. Kreischende Gäste gehörten nicht in eine ruhige Landschaft, finden sie.
07.11.2017, 12:26 Uhr
gestern um 12:10 Uhr

Wanderer, Biker und Skitourengänger würden an den Berninapass reisen, um die intakte Landschaft und Ruhe zu geniessen. «Die heruntersausenden, kreischenden Gäste werden das Landschaftserlebnis am Bernina massiv stören», schreiben Pro Natura Graubünden, die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz und Mountain Wilderness Schweiz in einer gemeinsamen Mitteilung.

Heruntersausen würden die Touristen an einer Tyrolienne. Gemäss dem Ende Mai vorgestellten Projekt soll dieses zwischen der Alp Grüm und der Talstation Cavaglia gebaut werden. Adrenalin-Junkies könnten dort entlang eines rund zwei Kilometer langen Drahtseils in der Luft schweben bzw. von A nach B rasen. Die Fahrt dauert etwa zwei Minuten, wobei man eine Höchstgeschwindigkeit von 90 Kilometern pro Stunde erreichen kann, wie die Projektverantwortlichen damals erklärten.

Nicht bewilligungsfähig

Das rummelplatzähnliche Angebot einer Tyrolienne sollte nicht in einer Landschaft errichtet werden, welche durch touristische Infrastrukturen wenig vorbelastet ist, finden nun die Umweltverbände. Deshalb erachten sie das Projekt Zipline als nicht bewilligungsfähig. Zur Landschaft an der Berninalinie müsse Sorge getragen werden, schreiben sie abschliessend.

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