×

Junge Menschen und Männer haben ein höheres Tourismusbewusstsein

Das touristische Wertschätzungsportal GRhome hat eine Umfrage zum Tourismusbewusstsein durchgeführt. Die Umfrage ist die umfangreichste in diesem Bereich, die je durchgeführt wurde. Das Tourismusbewusstsein hat sich dabei in den letzten Jahren stark verbessert.

Südostschweiz
Donnerstag, 23. Januar 2020, 18:31 Uhr Umfrage von GRhome
Insgesamt haben 1'218 Personen an der Online-Umfrage teilgenommen.
OLIVIA AEBLI-ITEM

Von Juni bis August 2019 hat das touristische Wertschätzungsportal GRhome im Auftrag der Interessengemeinschaft Tourismus Graubünden (ITG) eine repräsentative Umfrage zum Tourismusbewusstsein durchgeführt. Gleichzeitig wurde die Wirksamkeit von GRhome bei Einheimischen und Zweitheimischen evaluiert.

Insgesamt haben 1'218 Personen an der Online-Umfrage teilgenommen. 973 Einheimischen und 245 Zweitheimischen, wie die ITG in einer Mitteilung schreibt. Die bisher einzige kantonale Umfrage zum Tourismusbewusstsein stammt vom Marktforschungsinstitut Demoscope und ist über 30 Jahre alt. Die Fachhochschule Graubünden hatte 2015 eine Umfrage nur im Churer Rheintal durchgeführt. Die Umfrage von GRhome ist somit deutlich grösser als diejenige von Demoscope (718 Befragte) und der FH Graubünden (330 Befragte).

Gesamtergebnis deutlich besser als vor 30 Jahren

Um das Tourismusbewusstsein zu erforschen, wurde die allgemeine und die persönliche Einschätzung zu der Bedeutung des Tourismus verglichen. Je kleiner der Unterschied desto höher ist das Tourismusbewusstsein. Während bei der aktuellen Umfrage diese Differenz nur knapp 20 Prozent ausmacht, lag sie bei den früheren zwei Umfragen bei mindestens 50 Prozent.

Über alle Regionen, Altersgruppen und Geschlechter ergibt sich heute ein ähnliches Bild, heisst es in der Mitteilung. Selbst im Bündner Rheintal sind die Werte praktisch mit den gesamtkantonalen identisch. Auffallend sei das etwas höhere Tourismusbewusstsein bei den jüngeren Menschen und den Männern.

Das Gesamtergebnis ist deutlich besser als noch vor 30 Jahren. Erfreulich auch die Tatsache, dass die Zweitheimischen die Bedeutung des Tourismus für den Kanton sogar noch etwas höher einschätzen als die Einheimischen. Bei der vom Tourismus erfahrenen Wertschätzung geben die Zweitheimischen immerhin die Schulnote 4,5. Hier gibt es aber noch deutlich Luft nach oben, schreibt die ITG in der Mitteilung.

Beitrag gegen die Abwanderung und gute Zukunftsaussichten

Zu sechs Faktoren hat GRhome in der Umfrage Zusatzfragen gestellt, um die Entwicklung des Tourismusbewusstseins auch an konkreten Problemfeldern zu veranschaulichen. Dabei konnten die Aspekte des Übertourismus (Konflikte zwischen Einheimischen und Besuchern an stark besuchten Orten), der Abwanderung, der kulturellen Identität sowie der Beurteilung der Zukunftsaussichten mit den anderen Umfragen verglichen werden.

Das Ergebnis untermauert das gestiegene Tourismusbewusstsein: jede zweite Person sah vor 30 Jahren die Gefahr des Übertourismus, während es heute nur noch jede dritte Person ist. 15 Prozent mehr Personen glauben daran, dass der Tourismus einen Beitrag gegen die Abwanderung leistet. Eine Gefahr für die kulturelle Identität erkennen 45 Prozent weniger Personen. Dafür werden die generellen Zukunftsaussichten von einem Drittel kritischer beurteilt. Absolut gesehen glauben aber 80 Prozent an eine Zukunft des Tourismus in Graubünden und beurteilen diesen auch als wichtigen Innovationsfaktor für den Kanton.

Ähnlich hohe Werte erreicht die Einschätzung der touristischen Infrastruktur als Freizeitangebot für die persönliche Nutzung. Für alle sechs Faktoren sind die ermittelten Werte bei Ein- und Zweitheimischen sehr ähnlich. Damit sieht sich GRhome darin bestätigt, die Bündner Freizeit-Community als Wertschätzungsportal sowohl für Ein- und Zweitheimische zu betreiben.

Plus 90 Prozent für GRhome

GRhome will die Bindung der Einheimischen und Zweitwohnungsbesitzer zum Tourismus erhöhen, indem ihnen mit speziellen Freizeittipps, Events und exklusiven Angeboten die Wertschätzung der Tourismusbranche entgegengebracht wird. Bereits in den ersten 18 Monaten seines Bestehens konnte GRhome seine Bekanntheit von 0 auf 86 Prozent bei den Einheimischen und gar 93 Prozent bei den Zweitheimischen steigern. Diese sehr hohen Werte sind Voraussetzung dafür, dass GRhome in Zukunft in Markenbekanntheit bis hin zur Loyalität der Nutzer gute Ergebnisse erreichen kann. (hin)

Kommentar schreiben

Kommentar senden

Der GR-Tourismus in Form der Vereinsmeiereien GRF, GRheute, GRhome und und... (Leute wie Reto & Brigitte Küng leben sicherlich feudal dadurch https://www.grimpuls.ch/aktuelles/brigitte-kueng-leitet-hanser-consulti… ), nicht zu vergessen die Tourismuspartei, bereits passé: ein Universum, das um sich selbst kreist via Studien, Umfragen, inflationäre Preisverleihungen (notabene branchenintern), das die Steuerzahler Unsummen kosten, das x-fache der vielgescholtenen Mayr-Melnhof-Schildbürgerei – aber ich sehe keine Analyse, keiner hinterfragt es, ebensowenig wie den "Offiziellen GR-Gesundheitstourismus", seit mindestens fünf Jahren herumposaunt, ich sehe nichts, nada, null (ничего).
Andererseits seit fünf Jahren meine Hilferufe, mein geforderter TURNAROUND – «Wohnen: Gesundheitstourismus auch für Einheimische – Vorbild für die Welt» vergleiche auch SO 24.1.2020 (Seite 2), Linard Bardill: «Scharanser Zwischenrufe» Über den Weltuntergang. Ebenfalls im Domleschg gerade grosse Debatten über 5G. Gemäss heutigem Recht (das müsste man ändern) ist das aber leider ebenso Bundessache wie der Waffenplatzlärm, gegen den in Chur protestiert wird. Dass die Schweiz stolz auf ihren Minderheitenschutz (Diversität) ist, nützt heute nichts mehr: Entweder Systemchange oder Untergang (Zinseszins, Klima, US-3WK etc.), vgl. Märchen Vom Fischer und seiner Frau.
Einzige praktikable Lösung (zumal innert nützlicher Frist) aus meiner Sicht: Prototyp in mindestens einem der 150 GR-Täler. Entweder radikal jetzt oder (Point of) no return nachher (vgl. Naturgesetze, Medizin).
Siehe meinen Kommentar:
https://www.suedostschweiz.ch/politik/2020-01-20/forscher-fordern-von-d…