Wie Bündner KMU den Büro-Frust an die KI delegieren
Es ist Dienstagmorgen, halb acht. Auf dem Schreibtisch eines Bündner Schreinermeisters liegt der Mailauszug der Nacht: Zwei Offertanfragen, eine Reklamation, eine Bewerbung, dazu eine Zahlungserinnerung. Vor zwei Jahren hätte dieser Stapel den ganzen Vormittag gefressen. Heute sind die Antworten kurz nach neun Uhr unterwegs und der Schreinermeister steht wieder in der Werkstatt. Nicht, weil er schneller tippt, sondern weil er Künstliche Intelligenz im Büro einsetzt.
Die Beispiele klingen nüchtern, summieren sich im Alltag aber spürbar: Eine sachliche Antwort auf eine zähe Versicherungskorrespondenz beanspruchte früher mindestens dreissig Minuten, heute drei. Ein professionelles Arbeitszeugnis zu formulieren benötigte früher zwei Stunden und ist heute in zehn Minuten erledigt. In Summe verändert das einen Geschäftstag. Noch spannender als die gesparten Minuten ist deshalb eine andere Frage: Was tun Gewerbetreibende mit dieser eingesparten Zeit? Mehr Aufträge annehmen? Lehrlinge besser begleiten? Oder bei den Kunden vor Ort sein, statt am Schreibtisch festzukleben?
Aus dem eigenen Büroalltag entstanden
Genau hier setzt Somedia an. Das Bündner Medienunternehmen wollte nicht zuschauen, wie das lokale Gewerbe bei dieser Entwicklung den Anschluss verliert und führte KI deshalb zuerst im eigenen Haus ein. In der Redaktion, im Kundenkontakt und in der Administration. Aus dieser täglichen Arbeit ist über Monate ein Werkzeug entstanden, das nun KMU in der Region zur Verfügung steht: Der «Somedia AI Assistant». Entwickelt nicht am Reissbrett, sondern aus dem eigenen Büroalltag, mit allen Stolpersteinen, die dazugehören.
