Welche Unterstützung passt im Alter?
«Ich komme grundsätzlich noch allein zurecht.»
Die Wohnung ist vertraut, der Alltag funktioniert und ein Umzug ist kein Thema. Nur manches geht nicht mehr so leicht wie früher. Der Einkauf wird beschwerlich, das Putzen fällt schwer oder Medikamente müssen regelmässig eingenommen werden. Vielleicht braucht es auch Hilfe bei der Körperpflege oder beim An- und Ausziehen.
In solchen Situationen kann Unterstützung zu Hause ausreichen. Welche Hilfe tatsächlich sinnvoll ist, hängt jedoch von der persönlichen Situation ab. «Die Menschen kommen selten zu uns und sagen: ‹Wir brauchen genau dieses Angebot.›», sagt Franziska Schatt. Häufig stehe am Anfang eine Unsicherheit oder schlicht die Frage: Wie soll es jetzt weitergehen?
Dann gelte es zunächst zuzuhören. Was hat sich verändert? Was bereitet Sorgen? Was möchte die betroffene Person selbst? Je nach Situation kommen beispielsweise Leistungen der Spitex, ein Mahlzeiten- oder Fahrdienst, Hilfsmittel oder administrative Unterstützung infrage. «Es geht nicht darum, möglichst viele Dienstleistungen zu vermitteln», betont Schatt. Entscheidend sei, die Angebote so miteinander zu verbinden, dass die Lösung im Alltag auch tatsächlich trägt.
«Zu Hause geht vieles noch – aber allein ist der Tag manchmal lang.»
Nicht immer steht die Pflege im Vordergrund. Eine ältere Person kann weiterhin zu Hause leben, verbringt dort aber viele Stunden allein. Vielleicht fehlt Gesellschaft oder es fällt zunehmend schwer, den Tag selbst zu gestalten.
In solchen Situationen kann eine Tagesstätte eine wichtige Funktion übernehmen. «Für die betroffene Person bedeutet sie Abwechslung im Alltag, Begegnung und eine verlässliche Tagesstruktur», erklärt Schatt. Gerade Menschen mit kognitiven Veränderungen könne diese Regelmässigkeit Sicherheit geben. Sie erleben Gemeinschaft, werden aktiviert und verbringen einen Teil des Tages in einer anderen Umgebung.
