Starke Füsse? Fang beim Boden an
Für kräftige Oberarme gibt es Hanteln, für starke Beine Kniebeugen. Und was ist mit den Füssen? In ihnen verlaufen rund zwanzig Muskeln, die gemeinsam mit Sehnen und Bänder für Beweglichkeit und Stabilität sorgen. Um sie zu trainieren, reicht schon ein Schritt vor die Haustür: Denn je nachdem, ob wir über Waldboden, Wiese, Sand oder Asphalt gehen, muss unsere Fussmuskulatur unterschiedlich arbeiten.
«Barfussgehen kann eine gute Möglichkeit sein, die Füsse zu fordern», sagt Orthopädieschuhmachermeister Peter Degiacomi von Laufgut Degiacomi. «Aber entscheidend ist auch der Untergrund.» Ein weicher, unebener Boden verlangt dem Fuss etwas anderes ab als ein harter, ebener. Wer seine Fussmuskulatur stärken möchte, kann diese Unterschiede im Alltag nutzen. Wir stellen euch sechs Untergründe vor und was sie mit unseren Füssen machen.
🌲 Waldboden
Das kleine Fitnessstudio unter den Füssen
Wurzeln, Steine, Erde und kleine Unebenheiten sorgen dafür, dass der Fuss ständig reagieren muss. Die Muskulatur rund um Fuss und Sprunggelenk stabilisiert und korrigiert bei jedem Schritt. Genau diese kleinen Bewegungen machen den Waldboden interessant für das Fuss- und Gleichgewichtstraining. Peter Degiacomi empfiehlt die Barfussschuhe von Meindl und Bär, weil sie die Fusssohlen gegen spitze Steine schützen, aber ansonsten alle positiven Effekte des Barfussgehens imitieren.
Trainingseffekt: Anpassungsfähigkeit, Stabilität, Koordination
Tipp: Langsam beginnen und auf sichere, gut begehbare Wege setzen.
