Digitale Sicherheit wird zur Schlüsselaufgabe für KMU
Cyberrisiken sind längst nicht mehr nur für grosse Konzerne eine Herausforderung. Auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geraten zunehmend ins Visier von Cyberkriminellen. «Ein Cyberangriff trifft ein Unternehmen meist unerwartet – und oft genau dann, wenn der Betrieb ohnehin ausgelastet ist», warnt Franco Tiefenthal, Verkaufsleiter bei Helvetia Graubünden. Die Folgen können gravierend sein: IT-Systeme fallen aus, Daten sind nicht mehr verfügbar oder sensible Informationen gelangen in falsche Hände. «Für viele KMU bedeutet dies einen unmittelbaren Betriebsunterbruch. Und jeder Tag Stillstand kostet Geld.»
Cyberbedrohungen nehmen weiter zu
Digitale Angriffe haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Laut dem Jahresbericht 2025 der Anlaufstelle für Cybervorfälle des Bundes (BACS) wurden im vergangenen Jahr rund 65'000 Meldungen registriert. Die häufigsten Vorfälle betreffen Betrugsversuche (55 Prozent), gefolgt von Phishing-Angriffen (19 Prozent).
Dabei zeigt sich ein klarer Trend: Während früher vor allem generische Massenmails verschickt wurden, sind Angriffe heute deutlich stärker personalisiert und werden durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz immer professioneller. Dadurch wird es für Betroffene zunehmend schwieriger, solche Mails zuverlässig zu erkennen.
«Für KMU stellt sich heute weniger die Frage ob, sondern vielmehr wann ein Cyberangriff stattfindet.»
Franco Tiefenthal
