Salah verbinden viele mit Liverpool, Ivan Rakitic mit Barcelona und Giovane Elber mit Bayern München. Doch alle drei spielten zuvor in der Schweiz. Auch bereits international erfolgreiche Profis zog es hierher. Diese Auswahl zeigt zehn bekannte Namen, die tatsächlich in der höchsten Schweizer Spielklasse aufliefen. Berücksichtigt sind die heutige Super League und ihre Vorgängerin, die Nationalliga A.
Mohamed Salah: Beim FC Basel begann sein Weg in Europa
Schweizer Station: FC Basel, 2012 bis 2014
Salah wechselte im Sommer 2012 aus Ägypten nach Basel. Für den FCB erzielte er neun Tore in 47 Super-League-Einsätzen. International machte er besonders gegen Chelsea auf sich aufmerksam: In drei Europacupspielen innerhalb eines Jahres traf er gegen die Londoner.
Im Januar 2014 verpflichtete Chelsea den Flügelspieler. Basel war damit seine erste europäische Station – lange bevor er bei Liverpool zum Weltstar wurde.
Karl-Heinz Rummenigge: Ein Ballon-d'Or-Sieger bei Servette
Schweizer Station: Servette, 1987 bis 1989
Als Rummenigge nach Genf kam, hatte er seine beiden Ballon-d'Or-Auszeichnungen bereits gewonnen: 1980 und 1981 war er als Europas Fussballer des Jahres ausgezeichnet worden.
Nach Bayern München und Inter Mailand liess er seine Spielerkarriere bei Servette ausklingen. In der Saison 1987/88 erreichte er mit den Genfern den zweiten Platz in der Meisterschaft. Ein zweifacher Ballon-d'Or-Sieger im Schweizer Ligabetrieb – diese Geschichte ist also tatsächlich belegt.
Ivan Rakitic: Vom Basler Nachwuchs zum FC Barcelona
Schweizer Station: FC Basel, Profijahre 2005 bis 2007
Rakitic wurde in der Schweiz geboren und beim FC Basel ausgebildet. Dort schaffte er den Sprung in die erste Mannschaft, ehe ihn sein Weg über Schalke und Sevilla zum FC Barcelona führte.
Mit den Katalanen gewann er 2015 die Champions League. Für die kroatische Nationalmannschaft erreichte er später den WM-Final 2018. Seine internationale Karriere hatte ihren Ausgangspunkt in Basel.
Giovane Elber: Vor Bayern spielte er für GC
Schweizer Station: Grasshoppers, 1991 bis 1994
Bevor Elber in der Bundesliga für Tore sorgte, spielte er bei den Grasshoppers. 1994 wurde er Torschützenkönig der Nationalliga A und gewann mit GC den Schweizer Cup.
Über den VfB Stuttgart gelangte der Brasilianer zu Bayern München. Dort gehörte er zur Mannschaft, die 2001 die Champions League gewann.
Ivan Zamorano: Der spätere Real-Star begeisterte St. Gallen
Schweizer Station: FC St. Gallen, 1988 bis 1990
Zamorano kam 1988 nach St. Gallen und wurde rasch zum Publikumsliebling. In der Saison 1989/90 holte er mit 23 Treffern die Schweizer Torjägerkrone.
Anschliessend wechselte der Chilene nach Sevilla und später zu Real Madrid. Auch bei den Spaniern setzte er sich durch: 1995 wurde er mit Real Meister und Torschützenkönig der Liga.
Gennaro Gattuso: Ein Weltmeister im Wallis
Schweizer Station: FC Sion, Saison 2012/13
Gattuso hatte mit Italien 2006 die Weltmeisterschaft und mit der AC Milan die Champions League gewonnen, als er 2012 nach Sion wechselte.
Sein erster Ligaauftritt im Walliser Trikot endete mit einem 2:0-Sieg bei GC. Später übernahm er vorübergehend zusätzlich die Traineraufgabe. Sein Aufenthalt war kurz, gehörte aber zu den auffälligsten Transfers jener Schweizer Saison.
Walter Samuel: Champions-League-Sieger verstärkte Basel
Schweizer Station: FC Basel, 2014 bis 2016
Samuel brachte reichlich Erfahrung aus Spitzenklubs mit: Der argentinische Innenverteidiger hatte unter anderem für die AS Roma, Real Madrid und Inter Mailand gespielt.
Mit Inter gewann er 2010 das Triple aus Meisterschaft, Cup und Champions League. 2014 wechselte er nach Basel und beendete dort zwei Jahre später seine Spielerkarriere.
Christian Karembeu: Welt- und Europameister bei Servette
Schweizer Station: Servette, Saison 2004/05
Karembeu kam im Sommer 2004 nach Genf. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits Weltmeister von 1998, Europameister von 2000 und zweifacher Champions-League-Sieger mit Real Madrid.
Die Schweizer Station dauerte nur wenige Monate. Ende Januar 2005 wechselte er angesichts der finanziellen Probleme von Servette nach Bastia.
Seydou Doumbia: Torjäger bei YB und beim FC Basel
Schweizer Stationen: YB, 2008 bis 2010; FC Basel, Saison 2016/17
Doumbia war bei den Young Boys kaum zu bremsen. Mit 20 beziehungsweise 30 Ligatoren wurde er in seinen beiden Berner Spielzeiten jeweils Torschützenkönig. Anschliessend wechselte er zu ZSKA Moskau.
Später kehrte er in die Schweiz zurück: In der Saison 2016/17 holte er beim FC Basel mit 20 Treffern erneut die Torjägerkrone. Damit hinterliess er bei gleich zwei Schweizer Spitzenklubs seine Spuren.