Silvan Widmer tritt aus der Schweizer Nati zurück – darum ist jetzt Schluss
Nach zwölf Jahren ist Schluss: Silvan Widmer wird nicht mehr für die Schweizer Nationalmannschaft auflaufen. Der Verteidiger hat seinen sofortigen Rücktritt erklärt und will sich künftig vollständig auf seinen Verein Mainz 05 konzentrieren. Der Entscheid sei ihm nicht leichtgefallen.
Der Körper gibt bei Widmers Entscheid den Ausschlag
Widmer möchte seinem Körper künftig mehr Erholung ermöglichen. Mit dem Start der neuen Bundesliga-Saison sei für ihn deshalb der richtige Zeitpunkt gekommen, seine Nati-Karriere zu beenden.
Die Emotionen und das Umfeld der Nationalmannschaft werde er vermissen, erklärt der 33-Jährige. Gleichzeitig wolle er seine Kräfte bündeln und sich ganz auf seine Aufgaben bei Mainz 05 konzentrieren. Beim Bundesligisten trägt Widmer als Captain weiterhin grosse Verantwortung.
In seiner Abschiedsbotschaft bedankt er sich bei seinen Mitspielern, den Trainern, dem Staff und den Schweizer Fans. Einen besonderen Dank richtet er an seine Frau Céline, die ihn während seiner Nati-Karriere begleitet und unterstützt habe.
Vom Debüt vor 2300 Fans zum WM-Viertelfinal
Widmers Nati-Karriere begann am 14. Oktober 2014. Beim 4:0 in der EM-Qualifikation gegen San Marino wurde der damalige Verteidiger des italienischen Klubs Udinese für Stephan Lichtsteiner eingewechselt. Rund 2300 Zuschauer waren damals im Stadion.
Fast zwölf Jahre später endete seine internationale Laufbahn vor mehr als 69'000 Menschen. Beim WM-Viertelfinal 2026 gegen Argentinien wurde Widmer kurz vor Ende der regulären Spielzeit eingewechselt. Die Schweiz verlor die Partie nach Verlängerung mit 1:3.